Archiv für November 2014

Unser gemeinsamer Widerstand

Montag, 8. Dezember, 20.00h, Oetinger Villa, Kranichsteiner Str. 81

Der Film “Unser gemeinsamer Widerstand” visualisiert auf eindrucksvolle und besonders spannende Weise den jahrzehntelangen Kampf gegen die Atomenergie in Deutschland. Zigtausend Akteure sind bei ihren Aktionen an Bauzäunen und Bahntrassen zu sehen – von den 70er Jahren bis heute. Bilder von Kundgebungen, Sabotageakten, Protesten sowie von jeder nur erdenklichen Form des Widerstandes und der politischen Auseinandersetzung der größten außerparlamentarischen Bewegung in der Bundesrepublik wechseln sich in rasanter Folge ab. Am kommenden Freitag ist Premiere in Hamburg.

In dem 75-minütigen Querschnitt des nicht kommerziellen Films erzählen die Filmemacher als Aktivistinnen und Aktivisten über den Widerstand, in den sie direkt eingebunden waren und noch sind. Der Film wurde anlässlich des GAUs in Fukushima am 12. März 2011 von einer eigenständigen Videogruppe innerhalb der Bürgerinitiative “Altonaer Museum bleibt!” 2012 produziert. Der Film macht einfach Mut, sich zu wehren gegen die Atomenergie und ihre fatalen Folgen für alle Menschen weltweit.

Der Film verfolgt keine zeitliche Chronologie – sondern hat eher eine “emotionale Ordnung”. Es werden jeweils in sich geschlossene Themen behandelt. So wird zunächst vom Widerstand in Wyhl 1973 bis 1977 erzählt, dann von Gorleben, wo es 1977 begann und der Widerstand bis heute anhält. Daraufhin folgen Sequenzen zur historisch wichtigsten Demonstration in Grohnde am 19. März 1977. Weitere Bilder schildern die Vorgänge in Brokdorf und Wackersdorf. Zudem werden Ausblicke z. B. zu Anti-Castor-Aktionen in Frankreich gezeigt und vieles mehr. Der Film zeigt verschiedene Widerstandsformen gleichwertig nebeneinander und favorisiert keine bestimmte Widerstandsform und propagiert auch keine Weisheiten oder Patentrezepte. Er zeigt allenfalls Aussagen von Aktivistinnen und Aktivisten, wobei auf die typischen “Volksredner” verzichtet wurde. Es sind viele Szenen von Widerstandshandlungen zu sehen, die noch nie zuvor gezeigt wurden und andere, die wenig bekannt sind. Alles was gezeigt und gesagt wird, sind Dokumentar-Darstellungen (es handelt sich nicht um einen Spielfilm).

Gesichtet und verwendet wurden eigene Filmaufnahmen, aber auch etliche Szenen aus mehreren Hundert anderen Filmen aus der Anti-AKW-Bewegung, einem Landesarchiv sowie von Fernsehsendern, die das Material dankenswerterweise zur Verfügung gestellt haben. Der Film ist darum bemüht, einen kleinen Beitrag zur Veränderung der herrschenden Unordnung zu leisten.

“Allein schon die hohen Betonfüße von Strommasten, deren Bedeutung mit dem Widerstand die wenigsten kennen, zeigt, wie wichtig der Film ist, damit diese Infos nicht in der Geschichte vergraben werden. Eine unserer Absichten ist uns mit dem Film sicher gelungen: Nach dem Film haben die Menschen das Bedürfnis über die Dinge, die sie – angeregt durch den Film – bewegen, zu diskutieren. Es fanden bisher sehr ernsthafte tief bewegende Gespräche statt. Auffallend ist, dass er auch besonders jüngere Menschen anspricht“, ergänzt Dieter Kröger.

Atomkraftgegner verlassen Biblis-Anhörung

 
Hallo allen AtomkraftgegnerInnen.

Wir sahen uns heute gezwungen, den Anhörungstermin in Biblis abzubrechen.

Nachfolgend unsere gemeinsame Presseerklärung. Sobald wir genauer wissen, wie es weiter geht, werden wir euch darüber informieren.

Danke für eure bisherige Unterstützung, auf die wir auch weiterhin zählen.

atomkraftENDE.darmstadt

 

Gemeinsame Erklärung der Einwender zum Erörterungstermin zu Stilllegung und Abbau des AKW Biblis A und B

Die Unterzeichnenden Verbände, Initiativen und Personen erklären

Wir haben am 12.11. um 11:55 h dem Hessischen Umweltministerium im Erörterungstermin mitgeteilt, dass wir an diesem Termin nicht weiter teilnehmen.

Die von RWE offengelegten Unterlagen haben sich als absolut unzureichend und unvollständig erwiesen, um die vom Abriss ausgehenden gesundheitlichen Risiken und Gefahren zu beurteilen.

Es war nicht möglich, im Sinne einer Erörterung, Argumente abzuwägen oder neue Informationen zu erhalten. RWE hat oft genug nur ihre Unterlagen vorgelesen ohne Details über die Radioaktivität im Reaktor und die geplanten Maßnahmen detailliert mitzuteilen. Der Kernbereich des Rückbaus (Druckbehälter) wurde ausgeklammert.

Ganz zentraler Punkt ist, dass der Öffentlichkeit nicht alle bei der Behörde vorliegenden, erheblichen Informationen vorgelegt wurden. Damit ist die rechtlich gebotene Möglichkeit, dass die Öffentlichkeit die Auswirkung der Freisetzung von Radioaktivität beim Abriss und die Risiken für Störfälle beurteilen kann, NICHT gegeben.

Das Versprechen eines transparenten Verfahrens von Umweltministerin Priska Hinz wurde in keiner Weise eingelöst und konterkariert.

Wir sind enttäuscht. Wir fordern den Abbruch des Genehmigungsverfahrens, vollständige, detaillierte Beschreibung des Vorhabens, Offenlegung aller Unterlagen und Durchführung einer neuen Öffentlichkeitsbeteiligung, die ihren Namen verdient.

 

Herwig Winter (Landesvorstand BUND), Dr. Werner Neumann (Experte) BUND Landesverband Hessen

Volker Ahlers, ATOMERBE BIBLIS e.V., Heppenheim

Ingo Hoppe, AK.W.Ende, Bergstraße

Georg Dombrowe, atomkraftENDE.darmstadt

Elisabeth Schweikert, Atomausstieg – Groß-Gerau

Elmar Diez, Initiativgruppe Umweltschutz, Hanau

Henrik Paulitz, Ärztevereinigung IPPNW

Dr. Bruno Schwarz, Fraktion DIE LINKE im Hess. Landtag

Erhard Renz, Bürstadt

 

Biblis, 12.11.2014, 13 Uhr
 

05.11. Infoveranstaltung zum Rückbau des AKW Biblis

 
Hallo,

wir alle freuen uns, dass das AKW-Biblis abgeschaltet ist und nun abgerissen werden soll.
Leider birgt der Rückbau eines AKW noch viele Gefahren und wird uns alle in der Region noch einige Zeit belasten.

Über die geplanten Rückbaustrategien und deren Folgen möchten wir euch gerne am Mittwoch (05.11.) um 19:30 Uhr in der Bessunger Knabenschule / Teestube informieren.