Archiv für September 2013

Rabatte für die Industrie bei Strom- u. Energiepreisen erreichen neue Höchststände

Die Rabatt-Liste im Überblick:

1.) Die Industrie zahlt weniger Stromsteuern: Rabatt steigt von 4,1 Milliarden Euro im Jahr 2005 auf 4,7 Milliarden Euro anno 2014

2.) Großverbraucher zahlen keine EEG-Umlage: Ersparnis steigt von 624 Millionen Euro auf 6,6 Milliarden Euro

3.) Großverbraucher erhalten Nachlässe bei kommunalen Abgaben: cirka 3,6 Milliarden Euro pro Jahr

4.) Die Industrie zahlt weniger Netz-Entgelte: 34 Millionen Euro in 2007, aber 707 Millionen Euro in 2014

5.) Umlage für Förderung von Kraft-Wärme-Kopplung: Ersparnis von 103 Millionen Euro anno 2005 gesunken auf 38 Millionen Euro in 2014

6.) Die Industrie ist von der Offshore-Haftungsumlage ausgenommen: von 2013 an 100 Millionen Euro pro Jahr

7.) Die Industrie wird beim Emissionshandel geschont und entlastet: voraussichtlich 400 Millionen Euro in 2014

--> Summe: Die Entlastung steigt von 8,6 Milliarden Euro im Jahr 2005 auf 16,17 Milliarden Euro anno 2014
(davon übernehmen 11 Milliarden die Privathaushalte)

 

08. September 2013

Strompreis
Immer mehr Rabatte für die Industrie

Die Bundesregierung räumt der deutschen Industrie weiter Preisnachlässe für Strom und Energie ein. Im Jahr 2014 wird ein Wert von 16,2 Milliarden Euro erreicht. 11 Milliarden müssen davon die Privathaushalte übernehmen.

Die Preisnachlässe bei Strom- und Energiepreisen, die die Bundesregierung der deutschen Industrie einräumt, erreichen neue Höchststände. Laut einer Studie des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) summieren sich die Entlastungen für die Wirtschaft in diesem Jahr auf 14,8 Milliarden Euro. Im kommenden Jahr werden es demnach sogar 16,2 Milliarden Euro sein – fast eine Verdopplung gegenüber 2005, als die Rabatte bei 8,6 Milliarden Euro lagen.

Von den rund 16 Milliarden Euro, mit denen die Industrie 2014 entlastet werden soll, müssen laut dem Gutachten die übrigen Stromkunden elf Milliarden über ihren Strompreis übernehmen – also vor allem Privathaushalte, Gewerbe und mittelständische Firmen. Die restlichen fünf Milliarden Euro sind Steuervergünstigungen zu Lasten des allgemeinen Staatshaushalts.

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