Archiv für Januar 2013

Die Zeichen stehen auf Angriff: Soll 2013
der Generalangriff der Atomlobby stattfinden ?

 
Arbeitgeber-Präsident rüttelt am Atomausstieg /

EU-Kommissar hält AKW-Neubau für möglich
 
1. Januar 2013

Die Zeichen stehen auf Angriff: Gestern legte CDU-Kommissar Oettinger vor – nun stellt Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt den Zeitplan für den Atomausstieg in Frage. Soll 2013 der Generalangriff der Atomlobby stattfinden – weil wir Fukushima vergessen hätten? Atomkraftgegner kündigen vehemente Proteste für die schnellere Stilllegung aller Atomanlagen an.

Arbeitgeberpräsident Hundt sagte in einem Interview der Nachrichtenagentur dapd: “Ich habe große Sorgen, weil die Energiewende nicht entschlossen genug umgesetzt wird.” Notwendig sei “bezahlbare Energie zu international wett- bewerbsfähigen Preisen und umweltverträglichen Bedingungen”. Nach seiner Einschätzung könnten vorhandene Atomkraftwerke erst dann abge- schaltet werden, “wenn in ausreichendem Umfang andere Energie zu international wettbewerbsfähigen Preisen zur Verfügung steht“.

Das ist der Punkt, meinen AtomkraftgegnerInnen und kündigen 2013 weitere und vehemente Proteste für die Stilllegung aller Atomanlagen an:

“Wir fordern von allen politischen und wirtschaftlichen Kräften, 2013 enorme finanzielle, kreative Energie und den besten Sachverstand in die Energiewende zu investieren. Für eine dezentrale und günstige Energieversorgung – ohne gefährlichen Atomstrom und dreckiger Kohle”, so Jan Becker von contrAtom. “Am zweiten Fukushima-Jahrestag werden tausende Menschen alle Ausstieg-Zweifler an die ungelöste Endlagerfrage, die ständige Gefahr eines schweren Atomunfalls und alle anderen Argumente für ein Leben ohne Atomstrom erinnern. Gemeinsam fordern wir: alle Atomanlagen sofort stilllegen!”

Gestern hatte EU-Kommissar Oettinger prophezeit, dass noch mindestens 40 Jahre lang in deutschen Stromnetzen Atomstrom fließen werden, weil unsere europäischen Nachbarn “nicht daran denken” würden, ihre AKW abzuschalten. Oettinger hält sogar den Neubau von Reaktoren oder Kernfusion für möglich.

“Es wird ein kniffliges Widerstandsjahr”, meint die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg. “Ein Dauerbrenner ist die Endlagerdebatte, nur dass die interessierte Öffentlichkeit dabei ausgeschlossen wird und Gorleben Endlager-Favorit bleibt.”

(http://www.contratom.de/2013/01/01/arbeitgeberprasident-zweifelt-an-zeitplan-fur-atomausstieg/)