Archiv für Dezember 2012

Teurer Netzausbau für bessere Renditen alter Kohlekraftwerke von RWE und Vattenfall ?

Frontal21 – 11.12.2012
Teuer und überdimensioniert – Wer profitiert vom Netzausbau?
Jetzt liegt der Plan auf dem Tisch: Für die Energiewende sollen in den kommenden Jahren 2.800 Kilometer neue Stromtrassen durch Deutschland gebaut werden, Kosten: 10 bis 20 Milliarden Euro. Das sei notwendig, um den Windstrom aus dem Norden in den Süden zu transportieren, so die Bundes- netzagentur. Kritiker bemängeln, der Netzausbau sei überdimensioniert – und nicht nur für Windstrom, sondern auch für klimaschädliche Braunkohle-Kraftwerke gedacht. Die sollen neben Windstrom auch noch ins Netz passen und beinahe rund um die Uhr volle Kraft Strom produzieren, auch wenn Deutschland so viel gar nicht braucht. Teurer Netzausbau für bessere Renditen alter Kohle- kraftwerke von RWE und Vattenfall?

 

Tja, und damit nicht genug:

Atomstromtrasse von Russland durch die Ostsee in die Region Greifswald / Lubmin?
Nach dem vor einiger Zeit veröffentlichten Vorschlag des Bundesnetzplans, ist auch eine 1000 MW Stromtrasse durch die Ostsee geplant. Mit dieser geplanten Leitung könnten die geplanten AKWs im osteuropäischen Raum ihren Atomstrom im deutschen Raum liefern.
Mehr unter www.antiatomberlin.de
 

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Energiewende von unten!
Regionale Netze statt teurer Stromautobahnen

Wofür brauchen wir tausende Kilometer teure Überlandleitungen? Um Strom aus Windparks in Nord- und Ostsee nach Süden zu transportieren? Vor Ort den Strom zu produzieren ergibt deutlich mehr Sinn. Die Zukunft der Energieversorgung liegt im Lokalen, in regionalen Strukturen. Dass das funktioniert, ohne dass der Strom ausgeht, dafür gibt es inzwischen bundesweit einige Modelle.
Weiter (tagesschau.de – 06.06.2012)

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Neue Angriffswelle auf das EEG und die Erneuerbaren Energien !

 
Nach erfolgreicher „Vorarbeit“ dieser Dreckslobbyisten (siehe unten!), wird nun die nächste Angriffswelle auf die Energiewende gestartet:
 

16.12.2012

Den Anfang macht der kleine gelbe Oberpupsi der Lobbypartei im Bericht aus Berlin:

„Der Hauptkostentreiber ist die Förderung der Erneuerbaren Energien und des- wegen müssen wir DIE ändern.“
--> tagesschau.de/multimedia/sendung/bab/bab2406~_bab-sendung13568.html
 

17.12.2012

Am nächsten Morgen folgt Atom-Oettinger im Moma:

„Bei der Energiewende muß das Tempo gedrosselt werden. Deutschland braucht eine Geschwindigkeitsbegrenzung (Tempolimit). Das EEG benötigt eine General- revision.“
--> http://www.tageschau.de/inland/energiewendeoettinger100.html
 
Und in allen Medien wird unter folgender Meldung weitere Hetzpropaganda gestreut:

--> Ökostrom-Umlage: Arme zahlen die Energiewende
--> Institut: Ökostromförderung trifft Ärmere am stärksten
--> Erneuerbare Energien: Arme leiden am meisten unter Energiewende
--> Erneuerbare Energien: Ökostrom-Umlage belastet vor allem die Ärmsten
--> Studie: Energiewende belastet vor allem ärmere Haushalte
 
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Die Milliarden-Privilegien der Industrie

Befreiungen, Ausnahmen, Subventionen, Geschenke… – und die privaten Haushalte sind die Zahler. Perfider Nebeneffekt für die 4 Atomkonzerne: durch immer weitere quersubventionierte Strompreiserhöhungen schwindet gleichzeitig die Akzeptanz der Energiewende („Aufhören, aufhören, aufhören! Die Energie- wende wird uns zu teuer! Bleiben wir doch lieber wieder bei der ‚guten‘ alten und ‚billigen‘ Kohle- und Atomkraft“).

Nachfolgend mal eine „kleine“ Auflistung der von den politischen Marionetten abgesegneten „Nettigkeiten“:
(bei diesen salvenartigen Ausnahme- und Befreiungsorgien kann es evtl. sein, daß das eine oder andere Präsent untern Tisch gefallen ist…)
 
1.)
Umfassende Ausnahmeregelungen: 1550 Unternehmen von EEG- Umlage befreit?

Die Bundesregierung wird im kommenden Jahr nach einem Bericht des Nach- richtenmagazins „Der Spiegel“ Industriebetriebe in großem Umfang von den gestiegenen Stromkosten befreien. Entsprechend höher falle die Stromrechnung für Privatkunden und kleinere Unternehmen aus, die die sogenannte EEG-Umlage der befreiten Unternehmen quasi übernehmen müssten.
--> http://www.tageschau.de/wirtschaft/eeg-umlage-befreiung100.html

Die Liste der vom EEG befreiten Unternehmen im Jahr 2012:
--> www.spiegel.de/media/0,4906,29758,00.pdf

 
2.)
Entlastung bei Stromkosten 2013: Industrie spart bei Netz- gebühren 805 Millionen Euro

Die deutsche Industrie profitiert künftig deutlich stärker von den Ausnahmeregeln bei den Stromkosten. Neben der EEG-Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien gilt dies auch für die Netzentgelte. Dabei handelt es sich um die Gebühren, die die Netzbetreiber für den Stromtransport verlangen. Die Ent- lastung für Unternehmen mit hohem Energieverbrauch wird sich bei den Netz- entgelten 2013 fast verdoppeln.
--> http://www.tageschau.de/wirtschaft/netzentgelte100.html

 
3.)
Das Unternehmerisches Risiko bei der Netzanbindung von Offshore-Windparks tragen die Verbraucher

Bürger sollen für Offshore-Windparks mithaften
--> http://tagesschau.de/inland/energiewende192.html

(auch hier heißt es wieder: zusätzliche neue Sonderabgabe für den Ausbau der milliardenteuren Offshore-Windparks der großen Energiekonzerne)

 
4.)
Kabinett belohnt Industrie für Stromverzicht: Millionenbe- scherung durch Abschaltprämie

Großkunden können künftig durch einen kurzfristigen Verzicht auf einen Teil ihres Stromverbrauchs Tausende Euro verdienen. Im Kern sieht die Vorlage des Bundeswirtschaftsministeriums vor, dass sich die Betreiber der Stromnetze für den Notfall Kapazitäten von 3000 Megawatt pro Monat sichern sollen. Diese Strommengen sollen im Notfall dadurch zur Verfügung stehen, dass Groß- abnehmer wie Aluminiumhütten und Stahlproduzenten vorübergehend Teile ihrer Produktion abschalten und damit ihren Energieverbrauch zeitweise drosseln. Dafür erhalten die Unternehmen eine Prämie, die wiederum alle anderen Verbraucher über eine Umlage bezahlen müssen.
Schon für die Bereitschaft zu solchen Abschaltungen sollen Großunternehmen bis zu 20.000 Euro pro Jahr und Megawatt kassieren. Wenn sie auf Zuruf der Netzbetreiber tatsächlich einen Teil ihres Verbrauchs abschalten, kommen weitere 100 bis 500 Euro je Megawattstunde als Vergütung hinzu.
--> http://www.tageschau.de/wirtschaft/stromverzicht100.html

 
5.)
Kabinett beschließt Strompreisbeihilfe für die Industrie

Die schwarz-gelbe Bundesregierung entlastet die Industrie noch stärker von den steigenden Stromkosten: Industriekonzerne mit hohem Energieverbrauch er- halten künftig einen Ausgleich für die Strompreiserhöhungen, die sich ab 2013 aus dem europäischen Emissionshandel ergeben. Danach soll stromintensiven Unternehmen ein Großteil jener Kosten erstattet werden, die von 2013 an infolge des Emissionshandels auf den Strompreis umgelegt werden. Die Energie- versorger müssen ab Anfang 2013 alle Zertifikate kaufen, die sie für den Betrieb von Kohle- und Gaskraftwerken benötigen.
--> http://www.tageschau.de/wirtschaft/kabinett296.html

 
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