Die Atomlobby

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Die Atomlobby setzt sich aus Organisationen, Konzernen und Personen aus Politik, Wirtschaft, Forschung und Medien zusammen, die aus politischen und wirtschaftlichen Gründen und oft auch aus persönlicher Überzeugung die Nutzung der Atomenergie unterstützen und fördern. Sie ist international vernetzt und verfolgt das Ziel, die Laufzeiten von Atomkraftwerken zu verlängern, den Bau neuer Atomkraftwerke zu fördern und den in manchen Ländern beschlossenen Atomausstieg zu verzögern und rückgängig zu machen. Die Atomlobby versucht mit bestimmten Methoden und Argumenten, Politik und Öffentlichkeit in ihrem Sinne zu beeinflussen und zu manipulieren, um dieses Ziel zu erreichen.

 
Die Lobbyorganisationen

  • Internationale Atomenenergie-Kommission (IAEO, englisch: IAEA)
  • World Nuclear Association (WNA)
    Mitglieder sind u.a. AREVA, CAMECO, EnBW, E.ON, ROSATOM, RWE, URENCO und Vattenfall.

  • Das Deutsche Atomforum (DAtF)
  • Die Kerntechnische Gesellschaft (KTG)
  • Die Reaktorsicherheitskommission (RSK)
  • Der TÜV SÜD
  • Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

     
    Die Energiekonzerne
     

    Die „Besatzungsmächte“ und ihre Territorien

     

    Die Lobbyisten

  • Wolfgang Clement
    seit 2006 Mitglied im Aufsichtsrat der RWE Power AG

  • Prof. Dr. Manuel Frondel
    Leiter des Kompetenzbereichs „Umwelt und Ressourcen“ am Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI)

  • Michael Fuchs (CDU)
    seit 2006 Vorsitzender des Parlamentskreises Mittelstand der CDU/CSU-Bundestagsfraktion (gilt als starker Befürworter der Atomenergie)

  • Michael Glos (CSU)
    2005-09 Bundesminister für Wirtschaft u. Technologie unter Kanzlerin Merkel

  • Gerald Hennenhöfer
    1994-1998 Leiter der Abteilung Reaktorsicherheit im Umweltministerium,
    1998-2003 Generalbevollmächtigter für Wirtschaftspolitik beim Energiekonzern Viag (jetzt E.ON),
    2004-09 Tätigkeit bei Anwaltssozietät Redeker. Einer der Mandanten: die einstige Betreiberin von Asse II
    seit 2009 erneut Leiter der Abteilung Reaktorsicherheit im Umweltministerium

  • Kurt Joachim Lauk
    1992-1996 Vorstandsmitglied beim Energiekonzern VEBA (jetzt E.ON),
    seit 2000 Präsident des Wirtschaftsrates der CDU

  • Günther Oettinger (CDU)
    EU-Kommissar für Energie

  • Bruno Thomauske
    Physiker, Manager u. Professor (u.a. Bundesamt für Strahlenschutz / Vattenfall)

  • Arnold Vaatz (CDU)
    seit 2002 Stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

  • Fritz Vahrenholt (SPD)
    seit 2008 beim RWE-Tochterunternehmens RWE Innogy (Vorstandsvorsitzender, jetzt Aufsichtsrat)

     
    Einflussnahme und Kampagnen der Atomlobby

  • Bundestagswahl 2009
    „2010 beschloss der Bundestag mit den Stimmen von Union und FDP die Verlängerung der Laufzeiten für die Atomkraftwerke. Der taz liegen interne Unterlagen vor, die detailliert zeigen, wie aufwändig die Profiteure dieses Gesetzes mit offenen und verdeckten Mitteln auf diesen Beschluss hingearbeitet haben.“ --> Die Geheimpapiere der Atomlobby

  • Laufzeitverlängerung 2010
    Die Atomlobby versucht, den Druck auf die Bundesregierung weiter zu erhöhen. Am Samstag erschien in zahlreichen Zeitungen große Anzeigen mit einem „Energiepolitischen Appell“
    Die Atomlobby bediente sich aber auch noch anderer Maßnahmen. So wurde die Fernsehautorin Gesine Enwaldt beispielsweise bei Dreharbeiten für die TV-Dokumentation „Die Atomlüge“ behindert. Des Weiteren hatte die Atomlobby eine sogenannte Bürgerinitiative mit dem unverfänglichen Namen „Bürger für Technik“ (BfT) gegründet, die 2008 enttarnt worden war und jahrelang für die Kernkraft warb. Dieser Verein rekrutierte sich personell aus Migliedern der Kerntechnischen Gesellschaft (KTG), infiltrierte das Internet mit atomfreundlichen Webseiten, aus dem sich z. B. auch Schüler Referate herunterladen konnten. Er versandte angebliche Leserbriefe an Zeitungen, die zum Teil auch abgedruckt wurden.

  • Im Namen der Wissenschaft:
    Von der Atomlobby finanzierte Studien und Stiftungsprofessuren

    --> Die Atomlobby unterwandert Universitäten

  • Sprachrohr der Atomlobby: Axel Springer AG
    „DIE WELT“ tritt besonders eifrig für die Nutzung der Kernnergie ein. Einen Überblick über die Lobbyarbeit des Blattes erhält man auf den folgenden Internetseiten.