+ + + M O X – Alarm ! + + +

 
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2. Plutonium-Transport zum AKW Grohnde erreicht Nordenham

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Dieses Jahr den MOX zum Castor machen!
 
--> http://castorticker.de/

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SO 15:21 Nordenham, Neptunstraße BREAKING
Tripod-Blockade von Robin Wood auf der Neptunstraße ca. 200m von der Mahnwache entfernt.

SO 14:32 Nordenham RoRo-Anleger BREAKING
Der Plutonium-Transporter Atlantic Osprey legt um 15:12 am RoRo-Anleger in Nordenham an.

SO 15:02 Nordenham, Mahnwache
50-60 Menschen machen eine Sitzblockade auf der Neptunstraße.

SO 14:35 Grohnde, Treckerblockade
Die Sitzblockade vor der Treckerblockade an der B83-Unterführung hat 3 Aufforderungen erhalten. Gerüchteweise steht Räumung bevor.

SO 14:25 Grohnde, Treckerblockade
Eine Gruppe von Leuten, die versucht eine Hundertschaft zu blockieren, wird von der Polizei brutal weggezerrt.

SO 14:15 Emmerthal Treckerblockade
Seit 14:15 gibt es eine weitere Treckerblockade auf der Hauptstraße Emmerthal. Somit ist auch der zweite Zugang zum AKW blockiert.

SO 13:36 Nordenham RoRo-Anleger
In Nordenham am Anleger wird gepaddelt. Die Mahnwache freut sich noch über Verstärkung.

SO 10:43 Wendland
Aus dem Wendland kommen jetzt noch mehr Aktive zum Protest gegen den Plutonium-MOX-Transport nach Grohnde.

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Hintergrund:

„Im November soll der 2. Transport mit 8 plutoniumhaltige Mischoxid-(MOX)- Brennelementen aus dem Atomkomplex Sellafield mit der uralten Fähre “AtlanticOsprey” über Nordenham weiter mit 2 LKWs in das Atomkraftwerk Grohnde transportiert werden.
Aus dem MOX-Material könnten 30 Atombomben gebaut werden. Sollte Plutonium bei einem Unfall frei werden, könnte schon ein Millionstel Gramm eingeatmet Krebs auslösen. Die Behälter müssen nur eine halbe Stunde lang einen Brand von 800°C aushalten. Propangas verbrennt aber bei 2000°C und Brände können häufig erst nach Stunden gelöscht werden. Das Material dehnt sich dann aus und Plutonium-Partikel können frei werden.
Selbst E.ON räumt ein, dass MOX-Brennelemente im Reaktor schwerer zu regulieren sind. Durch sie kann es leichter zu einer Atomkatastrophe kommen, deren Auswirkungen durch das freiwerdende Inventar der MOX-Brennelemente sich verschlimmern würden. Auch nach dem 3-4 jährigen Einsatz im Reaktor strahlen die MOX-Brennelemente über Jahrzehnte fast doppelt so stark wie normale Uranbrennelemente.
MOX-Brennelemente sind besonders riskant, da sie das stärker strahlende und hochgiftige Plutonium enthalten. Aufgrund ihrer höheren Nachwärme wäre bei einem Ausfall der Kraftwerkskühlung ein Super-GAU wahrscheinlicher. Anfang der Woche wurde bekannt, dass RWE wegen wiederholter Probleme mit MOX-Elementen deren Einsatz im bayerischen AKW Gundremmingen stoppen will. Für defekte Brennstäbe gibt es derzeit keine Entsorgungslösung. Die für hochradioaktiven Atommüll normalerweise genutzten Castorbehälter sind dafür nicht zugelassen.
Der giftigste Stoff der Welt
Plutonium – sinnigerweise benannt nach Pluto, dem griechischen Gott des Totenreiches – ist der giftigste Stoff, den es gibt. Seine kurzreichende Alpha-Strahlung reißt gewissermassen tiefe Schneisen in jedes lebende Gewebe und zerstört es. Dabei kann es nur schwer oder gar nicht ausgeschieden werden, es setzt sich fest, reichert sich sogar an, die Strahlung ist bei einer Halbwertszeit von 24.000 Jahren faktisch dauerhaft vorhanden. Bereits wenige Millionstel Gramm (Mikrogramm) können sofort, sogar nur etliche Milliardstel Gramm (Nanogramm) langfristig tödlich wirken…“