Verdienen am eigenen Dreck

 
Bund zahlt für Atommüllentsorgung, AKW-Betreiber kassieren

15.06.2012, von Reimar Paul

Atomkraftgegner haben die Verflechtungen zwischen den AKW-Betreibern und der Deutschen Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe (DBE) im Atommüllgeschäft scharf kritisiert. Die DBE baut im Auftrag des Bundes den Salzstock Gorleben und die frühere Eisenerzgrube Schacht Konrad zu End- lagern aus und führt auch den Betrieb im Endlager Morsleben.

Weil das Unternehmen zu 75 Prozent der Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) gehört, die als Tochter der Atomkonzerne unter anderem die Atommüll- zwischenlager Gorleben und Ahaus betreibt, verdienen die Atomstrom- und Atommüllproduzenten an der Lagerung ihrer eigenen Abfälle kräftig mit.

Nach der Endlagervorausleistungsverordnung müssen E.on, RWE und Co. zumindest für den Ausbau des Schachts Konrad und Gorlebens zahlen. »Das Geld fließt über die DBE gleich wieder an die Atomstromer zurück«, so Wolfgang Ehmke von der Bürgerinitiative (BI) Umweltschutz Lüchow-Dannenberg. Die hohen Kosten für die Sanierung Morslebens und der Asse bekämen hingegen die Steuerzahler aufgebrummt. Weiter