HSE/Entega ist nun Virenfrei – vorerst !

 
www.echo-online.de/region/darmstadt/HSE-wieder-in-kommunaler-Hand-Aktienrueckkauf-abgeschlossen;art1231,2992832

21. Juni 2012 | dpa

HSE wieder in kommunaler Hand:

Aktienrückkauf abgeschlossen

DARMSTADT. Der Darmstädter Energieversorger HSE ist erwartungsgemäß wieder fast komplett in kommunaler Hand. Die Beteiligungsgesellschaft Heag, über die die Stadt Darmstadt ihre Anteile an der HSE hält, hat rund 40 Prozent der Aktien vom Energiekonzern E.ON gekauft und damit ihren Anteil auf etwa 93 Prozent erhöht, wie die Heag am Donnerstag mitteilte.
Die Kosten von 280 Millionen Euro finanziert die Heag nach eigener Darstellung über Rücklagen und Kredite. Darmstadt sichere den Kauf mit einer Bürgschaft in Höhe von 205 Millionen Euro ab. Der Heag-Aufsichtsrat hatte den Rückkauf im Februar beschlossen.
„Mit dem Rückkauf vergrößern sich die Einflussmöglichkeiten der Wissenschafts- stadt Darmstadt auf dieses für die Stadtwirtschaft so wichtige Unternehmen“, sagte Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) laut Mitteilung. Partsch ist auch Aufsichtsratschef der Heag.
Dem Kauf war ein heftiger Streit zwischen Partsch und seiner Parteifreundin Christine Scheel vorausgegangen. Nach nur vier Monaten im HSE-Vorstand hatte die frühere Grünen-Bundestagsabgeordnete ihren Posten Ende Mai geräumt. Scheel hatte einen finanzkräftigeren Partner bevorzugt. Dabei war Deutsch- land drittgrößter Stromversorger EnBW aus Baden-Württemberg ins Spiel gebracht worden.

 
Hierzu noch mal der Echo-Artikel vom 13. Februar 2012:

„[…] Der baden-württembergische Energieversorger Energie Baden-Württemberg (EnBW), über den immer wieder als möglicher strategischer Wunschpartner des HSE-Vorstands spekuliert wird, hält sich unterdessen bedeckt. Dirk Ommeln, Leiter der Unternehmenskommunikation, sagte am Montag auf Anfrage, da derzeit keine HSE-Aktien auf dem freien Markt seien (die Stadt hat ein Vor- kaufsrecht), stelle sich die Frage eines Einstiegs bei der HSE für EnBW gar nicht.
Die Frage, ob die HSE mit ihrem ökologischen Kurs nicht interessant sein könnte für die bisher von Atomenergie geprägte EnBW sagte Ommeln: „Wir sind ja auch schon lange ökologisch unterwegs“ und verwies auf 100 Jahre alte Wasser- kraftwerke.
Partsch hat zwar nach eigener Aussage „irgendwann im Juni 2011“ mit dem baden-württembergischen Umweltminister Franz Untersteller über die Möglichkeit gesprochen habe, bei der HSE einzusteigen, doch sei dies vage geblieben.
Falls EnBW tatsächlich mit der HSE ins Geschäft kommen wolle, sei das auch nach dem Aktienrückkauf möglich, betonte der OB gestern. „Da ist aber kein Zeitdruck. Das kann man auch noch in einem halben Jahr machen.“ Allerdings müsste dann ein gutes Angebot vorgelegt werden mit einem Business- und belastbaren Finanzplan. Partsch erinnerte allerdings an die derzeitigen Finanznöte der EnBW und daran, dass das Unternehmen bis 2013 möglicherweise 2500 Stellen abbauen werde.“

(www.echo-online.de/region/darmstadt/Gruen-Gruen-Konflikt-um-HSE-HEAG-Aufsichtsrat-bleibt-hart;art1231,2616924)

 

Und ganz aktuell (22. Juni 2012):

www.darmstadt.de/portal/darmstadt-aktuell/article/rueckkauf-perfekt/index.htm

„[…] Nach der Abwicklung des Rückkaufs prüft die HEAG nun verschiedene Optionen, wie sie mit dem Aktienpaket weiter verfahren möchte. „Wir möchten die HSE-Anteile nicht zwingend behalten“, erläutert HEAG-Vorstand Dr. Markus Hoschek. „Deshalb denken wir darüber nach, die Kommunen zu beteiligen oder gegebenenfalls einen strategischen Partner ins Boot zu holen. Wichtig ist uns dabei aber, dass mögliche Teilhaber im Sinne der Stadt und ihrer Bürger mit ihren Anteilen umgehen.“ Von großer Bedeutung sei vor allem, dass diese Optionen nun in Ruhe geprüft werden können.“