Archiv für Mai 2012

Licht aus in Frankreich wegen AKW Problemen mit dem Kühlwasser

 
31.05.2012 – http://www.heise.de/tp/blogs/2/152096
 
Schaufensterbeleuchtung muß ab 1. Juli nachts abgeschaltet werden
 
Geschäfte und Unternehmen in Frankreich müssen ab dem 1. Juli die Beleuchtung ihrer Schaufenster, Fassaden und von Innenräumen, die von außen sichtbar sind von 1 Uhr nachts bis 6 Uhr morgens ausschalten. Die neue Energiespar- verordnung war im letzten Dezember noch von der damaligen Umweltministerin Nathalie Kosciusko-Morizet angekündigt worden (Städte: Keine „Festbeleuchtung“ mehr ab 1 Uhr?).

Hintergrund sind die in Frankreich sowohl in Sommern als auch in kalten Wintern eintretenden Engpässe bei der Kühlwasserversorgung der französischen AKWs. Das führte zu Abschaltungen und Stromimporten aus Deutschland. Landesweit soll mit dem nächtliche Beleuchtungsverbot soviel Strom eingespart werden, wie 260.000 Haushalte pro Jahr verbrauchen (je 4.000 kWh/a). Drei Viertel der französischen Stromversorgung stammt aus AKWs, die meisten davon werden mit Flusswasser gekühlt, was mittlerweile im Winter wie im Sommer problematisch sein kann.

Wenn die Loire zufriert, muss das AKW Saint Laurent abgeschaltet werden und von starkem Niedrigwasser im Sommer werden 44 der 58 Reaktoren betroffen. Die Kühlwassernutzung macht schon jetzt volumenmäßig 60% der gesamten Oberflächenwassernutzung in Frankreich aus. Ein Grund für die Drosselungen und Abschaltungen ist die Überwämung der Gewässer.

 

„Atomforum Abschalten!“ – Proteste gegen die in Stuttgart versammelte Atomlobby

 
Schon mittags:
12:30 Uhr, Liederhalle Stuttgart, Protestaktion zur Begrüßung der Tagungsteilnehmer (Mit-Mach-Aktion und Straßentheater)

Außerdem am Di, 15.05.2012, 19:30 Uhr im Umweltzentrum Stuttgart:
Info- und Diskussionsveranstaltung „Die Lüge vom Atomausstieg – Atomforschung in Karlsruhe“

 


 
weitere Infos: www.endlich-abschalten.de

 

„Kommt massenhaft nach Frankfurt !“

 
„Wir lassen uns weder Konzerte,

noch das Demonstrieren verbieten!“
 
Beitrag von NoTroika am/um Mo, 14/05/2012 – 19:41
(http://blockupy-frankfurt.org/de/aufrufe/kwecker02)

Aufruf zu den Blockupy-Protesten vom 16. bis 19. Mai 2012 in Frankfurt von Konstantin Wecker:

Der staatliche Versuch, unser Grundrecht auf uneingeschränkte Versammlungs- und Meinungsfreiheit außer Kraft zu setzen, ist ein Skandal.

Wie viel Angst müssen die Mächtigen vor unserer Kritik und unserer Empörung über ihre menschenverachtende Krisen- und Kriegspolitik haben? „Denk‘ ich an Deutschland in der Nacht, Dann bin ich um den Schlaf gebracht“ – uns geht es heute wie Heinrich Heine 1843 in seinen Nachtgedanken: Es ist erschreckend, dass sich kritische KünstlerInnen weltweit wieder dafür stark machen müssen, um vor den Türmen der Mächtigen Protestlieder singen zu können.

Ich werde am Donnerstagmittag – ob am Opern- oder am Paulsplatz – gemeinsam mit vielen anderen KünstlerInnen singen und demonstrieren. Ich freue mich darauf, diesen Protest gemeinsam mit Euch allen auf die Straße zu tragen. Empört Euch!

Aktuelle Infos: www.blockupy-frankfurt.org

Auf der Autobahn nach Göttingen am 14. Mai 2012
Konstantin Wecker


P.S.: Und es ist bezeichnend und unerträglich, dass staatliche Behörden, die seit Jahren Nazi-Aufmärsche in Deutschland polizeilich schützen lassen und ihre rassistischen Mordtaten jahrelang verharmlost haben bzw. bis heute nicht konsequent verfolgen, ausgerechnet Demonstrationen von jenen verbieten lassen, die sich seit Jahren gegen Faschismus, Rassismus, Antisemitismus, soziale Ungerechtigkeit und Krieg einsetzen.

 
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  • 04. Mai Blockupy-Verbot
    „Politik der Stadt Frankfurt ist Musterbeispiel für undemokratische Krisenpolitik“
    --> http://blockupy-frankfurt.org/de/node/324

  • 09. Mai TOTALVERBOT von Blockupy
    „Frankfurt verbietet alles! Auch Tanzen der Jugendlichen verboten“
    --> http://blockupy-frankfurt.org/de/node/360

  • 11. MaiStadt Frankfurt verbietet nun auch das Occupy-Camp
    --> http://blockupy-frankfurt.org/de/presse/pm11052012

  • 12. Mai „Verbotswahn geht weiter: Aufenthaltsverbote gegen Einzelne
    --> http://blockupy-frankfurt.org/de/node/368

  • 14. Mai Wegen Blockupy: „Frankfurt will Bahnhöfe sperren
    --> http://www.hr-online.de/website/rubriken/nachrichten/indexhessen34938.jsp?rubrik=74262&key=standard_document_44748978

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  • 16. – 19. Mai Blockupy Frankfurt !

     
    Europäische Aktionstage vom 16. – 19. Mai 2012

    #BESETZEN #BLOCKIEREN #DEMONSTRIEREN
     

  • 16.05. – 14 Uhr – Kundgebung vor der EZB, abends: rave against troika
  • 17.05. – ab 14 Uhr – Besetzung der Plätze, Versammlungen u. Veranstaltungen
  • 18.05. – ab 6 Uhr – Blockade der EZB u. des Bankenviertels; „Frankfurt fluten“
  • 19.05. – 12 Uhr – internationale Großdemonstration
     
    Blockupy-Programm im Einzelnen:
    --> http://blockupy-frankfurt.org/de/actiondays/programm

     

    Soziale und ökologische Kämpfe zusammen führen!

    Aufruf zu den Protesten in Frankfurt vom 16.-19. Mai 2012
     
    Vom 16.-19. Mai 2012 werden tausende Menschen die Straßen von Frankfurt übernehmen. Das Spardiktat der „Troika“ aus EZB, IWF und EU-Kommission, welches federführend von der deutschen Regierung durchgesetzt wurde, bleibt endlich auch in Deutschland nicht länger ohne Widerspruch.
    Die Krise ist nicht nur als Euro-, Schulden- oder Bankenkrise greifbar, sie ist vielmehr eine grundlegende Krise unserer gesamten Lebensver- hältnisse:

    Das herrschende Wirtschaftssystem beinhaltet einen strukturell bedingten Zwang zu Konkurrenz und permanenter Expansion (verharmlosend „Wachstum“ genannt) und zerstört so in umfassender und schnell fort- schreitender Weise die natürlichen Grundlagen des Lebens;
    Hunger breitet sich immer weiter aus, u.a. weil das Kapital auf der Suche nach neuen Verwertungsmöglichkeiten mit Nahrungsmitteln spekuliert;
    lebenswichtige Bereiche wie z.B. die Versorgung mit sauberem Wasser werden rücksichtsloser Profitlogik untergeordnet;
    unter dem Vorwand, Staatsschulden zu reduzieren, werden Stück für Stück demokratische Errungenschaften abgebaut.

    Dies sind nur einige der zahlreichen Krisenmomente eines Wirtschaftssystem, das nicht einmal angesichts von Klimawandel und anderen ökologischen Katastrophen in der Lage ist, die Richtung zu ändern, während es ungebremst weiter auf den Abgrund zu rast.
    Die Krise mit all ihren Dimensionen ist der Ort, an dem es zu intervenieren gilt und an vielen Stellen greifen wir bereits in den Normalbetrieb dieses Systems ein:

    Nicht nur am Flughafen Frankfurt protestieren wir gegen Fluglärm und die CO2-intensivste Art zu reisen. Wir engagieren uns in Hamburg-Moorburg, Datteln, Jänschwalde, Staudinger und vielen anderen Orte gegen die klimaschädlichen Kohlekraftwerke. In der Lausitz und im Rheinischen Braunkohlerevier kämpfen wir gegen das Abbaggern ganzer Dörfer und gegen die „Endlagerung“ von CO2 (CCS).
    In Gronau fordern wir die Schließung der Uranfabrik. In Gorleben, Morsleben, Ahaus, Lubmin, an der Asse und am Schacht Konrad wehren wir uns gegen Atommüllkippen.
    An tausenden Orten greifen wir die großen Energiekonzerne an. Initiativen kämpfen für die Rekommunalisierung oder gleich für die Vergesell- schaftung der Energieversorgung. Gemeinsam stellen wir uns gegen die Abklemmung von Strom.
    In den Protesten gegen die perspektivlosen Klimaverhandlungen und auf Gegengipfeln wie in Cochabamba wird unsere internationale Solidarität praktisch. Im Bündnis mit Kleinbäuer_Innen kämpfen wir weltweit für eine solidarische Landwirtschaft und Nahrungssouveränität.

    Gleichzeitig sind alle unsere partiellen Kämpfe Ausdruck des Widerstands gegen die fundamentale globale ökologische Krise, die eine umfassende gemeinsame Antwort erfordert. Damit sind wir Teil einer übergreifenden Bewegung gegen die herrschende Wirtschaftsordnung, gegen den Kapitalismus.

    Frankfurt ist der Ort, an dem wir diese Verbindung spürbar und sichtbar machen werden. Wir – als Aktivist_Innen ökologischer Bewegungen und Kämpfe – werden uns an den Protesten beteiligen.

    Kommt zahlreich nach Frankfurt und beteiligt euch ebenso !

    - Schafft Zeichen der ökologischen Krise am 17.05. auf die Plätze und Grün- anlagen rund um die Bankentürme.
    - Macht mit im Ökologie-Finger bei der Blockade der EZB am 18.5. ! Mit Fässern, weißen Schutzanzügen und Mundschutz bringen wir die unzähligen ökologischen Katastrophen zum Ausdruck. Bringt Taucherbrillen und Schnorchel mit als Symbol gegen steigende Meeresspiegel.
    Beteiligt Euch an den Aktionen „Frankfurt fluten“ und tragt euren Protest in die Zentralen der Banken und Konzerne, deren Profite auf Naturzerstörung basieren.
    - Nehmt an der internationalen Demonstration am Samstag, den 19.5. teil und macht eure lokalen Kämpfe sowie eure globale Solidarität sichtbar.
     
    Gegen Kapitalismus –

    für die Selbstbestimmung unseres Lebens,

    für die Erhaltung der Lebensgrundlagen!
     
    http://blockupy-frankfurt.org

     
    unterzeichnet von: Für eine linke Strömung Berlin/iL – gegenstromberlin – Arbeitskreis Umwelt Wiesbaden – AK gegen Atomanlagen Frankfurt – ausgeco2hlt – atomkraftENDE.darmstadt – Café 2Grad Frankfurt – stop-greenwashing.org – Alfred Weinberg (ausgeco2hlt und attac Öko-AG) – Klimakollektivet, Kopenhagen – Anti Atom Berlin – Vattenfall in die Tonne – Bundesverband der GRÜNEN JUGEND – Anti Atom Plenum Frankfurt – Initiative Moorburgtrasse-stoppen – Aktive aus der Attac-AG Energie, Klima, Umwelt

     

  • AKW Biblis soll abgerissen werden

     
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/akw-biblis-rwe-plant-abriss-des-kernkraftwerks-a-832701.html

    11.05.2012

    Das Atomkraftwerk Biblis soll verschwinden: Der Energiekonzern RWE will den Abbau der stillgelegten Reaktoren beantragen. Damit scheint eine Versiegelung des AKW vom Tisch.

    Biblis – Das stillgelegte Atomkraftwerk im südhessischen Biblis soll abgerissen werden. Vorprüfungen hätten ergeben, dass dieser Schritt einem sicheren Ein- schluss, auch Versiegelung genannt, vorzuziehen sei, teilte der Betreiber RWE am Freitag mit. Das Unternehmen kündigte an, bei der hessischen Genehmi- gungsbehörde den Abbau der Anlage zu beantragen. Die beiden Atomreaktoren Biblis A und B, 1974 und 1976 errichtet, waren im vergangenen Jahr nach dem Beschluss zum Atomausstieg endgültig vom Netz gegangen.

    Der Antrag soll in der zweiten Jahreshälfte eingereicht werden. Eine ab- schließende Entscheidung über die tatsächliche Stilllegung könne es allerdings erst nach der Genehmigung geben, die „mehrere Jahre“ in Anspruch nehmen werde. Unabhängig von dem Antrag will RWE aber weiterhin die Rechtmäßigkeit der gesetzlich angeordneten Stilllegung des Atomkraftwerks prüfen lassen.

    Nach früheren Prognosen könnte der von allen Landtagsparteien geforderte Rückbau 2016 beginnen. Das hessische Umweltministerium begrüßte die An- kündigung des Betreibers. „Dass RWE dem direkten Abbau den Vorzug gegenüber dem sicheren Einschluss gibt, ist ein wichtiges Signal“, erklärte Umweltministerin Lucia Puttrich (CDU). Das Genehmigungsverfahren für den Rückbau des Atomkraftwerks werde voraussichtlich mehrere Jahre dauern.

    Das AKW Biblis, das über zwei Reaktorblöcke verfügt, galt als eines der un- sichersten Atomkraftwerke Deutschlands. In einem im Mai 2011 veröffentlichten Bericht der Reaktorsicherheitskommission hieß es etwa, Biblis A und B hätten keinen „nachgewiesenen baulichen Schutz“ vor Flugzeugabstürzen. Auch in der Pannenstatistik des Bundesumweltministeriums tauchten die Biblis-Reaktoren weit vorn auf. Zuvor hatte ein ehemals in dem AKW beschäftigter Techniker über teils chaotische Zustände berichtet.

    mbe/dpa/dapd