Zum 26. Jahrestag von Tschernobyl: Anti-AKW-Initiativen fordern den Rückbau zur grünen Wiese!

 
Pressemitteilung von atomkraftENDE.darmstadt
 
Nach fast 40 Jahren wurde am 6. August 2011 der Leistungsbetrieb des AKW Biblis beendet. Doch obwohl dies nach der Katastrophe von Fukushima längst überfällig war, beantragt der Betreiber RWE immer noch keine Stillegung und legt keine Pläne vor, wie der Rückbau der Atommeiler gestaltet werden soll.

Deswegen rufen die Anti-AKW-Initiativen in Südhessen, anlässlich des 26. Jahrestages der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, zu einem Aktionstag in Biblis am 22. April 2012 auf.

Ralf Peters von atomkraftENDE.darmstadt: „Unter dem Titel „Rückbau bis zur grünen Wiese“ fordern wir die RWE als Betreiber des Atomkraftwerkes Biblis auf, endlich zu seiner Verantwortung zu stehen und jetzt den Rückbau nicht länger hinauszuzögern.“

Treffpunkt in Darmstadt ist 13 Uhr am Messplatz. Auftakt ist 14 Uhr am Bahnhof Biblis, die Kundgebung am Gelände des AKW ist für 15 Uhr geplant.

atomkraftENDE.darmstadt hat hierzu einen Forderungskatalog aufgestellt:

- Der Rückbau hat direkt im Anschluss an die Nachbetriebsphase zu erfolgen
- Der Rückbau sollte max. 25 Jahre dauern
- Ziel ist die vollständige Renaturierung des Geländes

Jutta Prochaska von atomkraftENDE.darmstadt bekräftigt die Forderungen der Anti-AKW-Initiativen: „Wir fordern RWE auf, sofort den Antrag auf Stilllegung zu stellen. Die Abschaltung der AKWs von Biblis muss unumkehrbar sein! Nur so kann die Bevölkerung sicher gehen, dass RWE nicht auf Zeit spielt in der Hoffnung auf eine politische Renaissance der Atomkraft. Dies wollen vielleicht die Energiekonzerne, aber bestimmt nicht die Bevölkerung. Nach jahrzehntelangen Profiten in Milliardenhöhe wird es Zeit, dass RWE auch die Kosten für die Entsorgung der Dinosauriertechnologie übernimmt!“