Archiv für Februar 2012

„Wenn alles strahlt und keiner lacht,
dann hat es wieder ‚BUMM‘ gemacht“. . .

 
Cattenom: nach dem Störfall (INES 2) am 18.01.12,
„platzen“ jetzt mittlerweile jeden Tag ein paar „Nähte“:

09.02.12 --> Rauch über Cattenom! Wieder ein Zwischenfall im AKW
10.02.12 --> Reaktor automatisch abgeschaltet! Neue Panne in der Nacht zu Freitag
11.02.12 --> Rauch in Block 4! Erneuter Zwischenfall am frühen Samstagmorgen

 

Tja, wenn die Franzosen auch wie blöd mit Strom heizen…
--> Warten auf den Blackout in Frankreich
--> In Frankreich wird der Strom knapp
--> Atomstromland Frankreich braucht deutschen Strom

 

Internationale Fukushima-Mahnwache,
Flughafen Frankfurt am 11.2.2012, 13:00 Uhr

 
Liebe AtomkraftgegnerInnen nah und fern,

am 11.3. ist es ein Jahr her, daß uns die Schreckensmeldungen aus Fukushima erreichten. Am Jahrestag der Katastrophe wird es mehrere Großdemonstrationen an AKW-Standorten geben.

Bereits einen Monat früher, am Samstag, den 11. Februar, finden in Tokio und an AKW-Standorten in Japan Proteste statt, zu denen die japanische Anti-AKW-Bewegung aufruft. Ganz bewusst finden diese Proteste nicht am 11. März, sondern vier Wochen vorher statt, denn im März wird die Trauer um die Opfer des Tsunamis im Mittelpunkt stehen und nicht die Atompolitik.

Aus Verbundenheit mit der japanischen Anti-AKW-Bewegung und allen AtomkraftgegnerInnen weltweit, schließen auch wir uns am 11. Februar den bundesweit stattfindenden Mahnwachen an.

Fukushima ist überall:

Internationale Mahnwache am 11.2.2012, 13:00 Uhr, Flughafen Frankfurt, Terminal 1, Abflughalle A-B

Die Mahnwache im Frankfurter Flughafen soll die Botschaft der Anti-Atom-Bewegung in die Welt tragen: ATOMKRAFT ABSCHALTEN – WELTWEIT!!

Gemeinsam wollen wir der Opfer der atomaren Energieerzeugung gedenken.

Herr Tomoyuki TAKADA, überzeugter Atomkraftgegner aus Japan und weitere Rednerinnen und Redner werden inhaltliche und kulturelle Beiträge in verschiedenen Sprachen geben.

Im Anschluß an die Mahnwache wollen wir mehrsprachige Flugblätter an die Reisenden verteilen und Unterschriften für die Petition des japanischen Literaturnobelpreisträgers Kenzaburo Oe und anderer prominenter Künstler zum sofortigen Atomausstieg sammeln.

Wir sind überzeugt, daß für viele Menschen in Japan das Mitgefühl und die Solidarität aus Deutschland und der Welt von großer Bedeutung sind und hoffen, daß möglichst viele von Euch sich an dieser außergewöhnlichen Aktion beteiligen können. Bitte unterstützt diesen Aufruf und leitet ihn über Eure e-mail Verteiler weiter.

Mitternachtsgrüße,

Die Dreieicher Anti-Atom-Initiative

ByeByeBiblis
www.byebyebiblis.de

 

Störfall der Stufe 2 in Cattenom !

 
http://www.greenpeace-magazin.de/…
 
6. Februar 2012, 19:03

Störfall in französischem Atommeiler Cattenom im Januar

Paris/Saarbrücken (dpa) – Im französischen Atomkraftwerk Cattenom nahe der deutschen Grenze ist es im Januar nach Angaben der Atomaufsicht zu einem Störfall gekommen. Die Aufsichtsbehörde ASN teilte am Montag in Paris mit, wegen der möglichen Folgen sei das Ereignis vom 18. Januar auf der Ebene 2 der internationalen Ines-Skala eingestuft worden. Damit war es deutlich schwerer als zunächst bekannt. Cattenom ist nur wenige Kilometer Luftlinie von den Grenzen zu Deutschland, Belgien und Luxemburg entfernt.

Der Zwischenfall wurde nach Angaben des saarländischen Umweltministeriums als Störfall gewertet, weil die Gefahr einer tiefgehenden Verschlechterung der Sicherheitseinrichtungen bestand. Die Leitung des Atommeilers habe im Januar gemeldet, dass ein bestimmtes Teil fehle, das einen Rückfluss in den Kühl- leitungen des Lagerbeckens der Brennelemente der Blöcke 2 und 3 verhindere. Dadurch habe die Gefahr bestanden, dass das Lagerbecken ungewollt hätte leer laufen können. Die ASN habe den Meiler am 24. Januar kontrolliert und eine Zehn-Tages-Frist gesetzt. Der Fehler sei zwischen dem 1. und 3. Februar behoben worden.

Die Ines-Bewertungsskala hat sieben Stufen plus Stufe null. Die Stufe 4 gilt als Atom-Unfall, die Stufe 7 ist ein katastrophaler Unfall. Die Klassi- fizierung als Störfall sei sehr selten und in Cattenom zuletzt 2004 aufgetreten, erklärte das Saar-Umweltministerium. Seit Bestehen der Atom- anlage in Lothringen gab es in allen vier Blöcken rund 750 sicherheitsrelevante Ereignisse.

Bei einer Inspektion im vergangenen Jahr hatte die französische Atomaufsicht in Cattenom Mängel entdeckt, darunter Rost an Teilen, Defizite bei der Notstromversorgung und im Kühlungssystem sowie bei der Erdbebensicherheit. Die Nuklearbehörde hatte aber grünes Licht gegeben, dass die Anlage weiter am Netz bleiben kann.

 

Grüne Scheel wehrt sich gegen Rückkauf der 40% E.ON-Anteile an der HSE Entega !

 
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,813046,00.html
 
03. Februar 2012

Grünen-Politikerin

Scheel droht mit Ausstieg bei Ökostromanbieter

Von Ralf Beste
 
Zum 1. Februar heuerte die grüne Bundestagsabgeordnete Christine Scheel beim Darmstädter Stromkonzern HSE Entega an. Jetzt droht sie schon, den Vorstandsposten hinzuschmeißen. Grund ist ein Streit um den Kurs des Ökostromanbieters – mit dem grünen Oberbürgermeister von Darmstadt.

Mitte Januar wurde Christine Scheel noch in einer kleinen Feierstunde im Reichstag verabschiedet. Fraktionschef Jürgen Trittin würdigte die Verdienste der fränkischen Abgeordneten um die Finanzpolitik der Grünen, Scheel blickte gerührt auf 25 Jahre grüne Landes- und Bundespolitik zurück und erzählte, wie sehr sie sich auf eine neue Aufgabe freue. Als Vorstandsmitglied wollte die 55-Jährige den Umbau der HSE Entega, hervorgegangen aus den Darmstädter Stadtwerken, zu einem nationalen Ökoenergieanbieter vorantreiben.

Für Freitagvormittag ist Scheels Antritts-Pressekonferenz in Darmstadt geplant. Doch der Neustart könnte jäh mit einem großen Knall enden. Denn kaum hat Scheel diese Woche ihren Job angetreten, droht sie schon mit Rücktritt. Die ersten Krisengespräche hinter den Kulissen laufen.

Scheel wehrt sich gegen den möglichen Rückkauf von 40 Prozent der Unternehmensanteile, die derzeit der Energieriese Eon hält, an die Stadt Darmstadt. „Ein Rückkauf der Anteile durch die Stadt würde das Unternehmen entscheidend schwächen“, sagt Scheel. „Eine Rekommu- nalisierung würde den bisher erfolgreichen Umbau gefährden.“

Die Grüne glaubt, dass die Entega weiterhin Kapital von außen braucht, um die teure Wende hin zum Ökoanbieter zu finanzieren. Zwar wusste Scheel auch vor Amtsantritt, dass Eon seine Anteile im Wert von geschätzten 300 Millionen Euro gerne verkaufen würde – ein Aufkauf durch die Stadt schien ihr aber unwahrscheinlich.

Intimfeindschaft mit dem grünen Oberbürgermeister

Wenn die Stadt die Eon-Anteile aufkaufte, läge der kommunale Anteil bei über 90 Prozent. Für Scheel wäre das ein Rückschritt, die Bundespolitikerin hat sich schließlich bei einem national agierenden Anbieter verpflichtet. Sie bezweifelt, dass die Stadt Darmstadt genug Geld für den weiteren Ausbau der Entega hätte.

Doch Scheels harsche Reaktion hat noch einen zweiten Grund: Der mögliche Aufkäufer der Eon-Anteile, Darmstadts Oberbürgermeister Joachim Partsch, ist in den vergangenen Monaten zu einer Art Lieblingsfeind der ehemaligen Bundestagsabgeordneten geworden. Würde die Stadt Entega allein kontrollieren, wäre er praktisch Scheels alleiniger Boss.

Eigentlich ist Partsch ein Grüner wie Scheel, doch ausgerechnet er versuchte Scheels Berufung in den Entega-Vorstand bis zuletzt zu verhindern. Das ging so weit, dass Partsch öffentlich warnte, die Berufung einer Grünen durch einen Grünen rieche zu sehr nach Vetternwirtschaft.

Warum die beiden Grünen sich nicht leiden können, ist nicht ganz klar. Dass sie einander zu viel Gutes wollen, ist derzeit eher unwahrscheinlich.