Archiv für Februar 2012

1 Jahr Fukushima ! – 11.03. / 13 Uhr :
Demo zum AKW Neckarwestheim !

 
* * * BUS ab Darmstadt ! * * *
 
Abfahrtszeiten, Kartenverkauf und weitere Infos siehe Flyer:
 

 

 
Mehr Infos zur DEMO: www.endlich-abschalten.de/

 

  • Und hier noch ein Film-Hinweis:

    28.02.2012 20:30 — Radioactivists

    rexFilmGespräch: Dokumentarfilm von Julia Leser und Clarissa Seidel
    Veranstalter und Ort: rex Kino

    Aktivisten organisierten am 10. April 2011, knapp einen Monat nach Fukushima, die größte Demonstration in Japan seit den 1970er Jahren. Mehr als 15.000 Teilnehmer demonstrierten gegen Atomkraft. Dabei geht es den meisten Aktivisten um mehr als den Atomausstieg…
    Der Film begleitet die Protestbewegung, zeigt die Hintergünde auf und lässt die kritischen Stimmen zu Wort kommen.

    http://kinos-darmstadt.de/

     

  • Sofortiger Atomausstieg
    ist sogar günstiger !



     

    Zocken bis zum Blackout

     

  • Stromnetz wegen Zockerei vor dem Kollaps?
    Das Stromnetz in Deutschland stand zeitweilig kurz vor dem Zusammenbruch. Schuld daran waren womöglich Energiehändler, die aus Profitgier mit Notfall- reserven gehandelt haben.
    --> http://www.tageschau.de/inland/strommarkt104.html
     
  • Zocken bis zum Blackout
    […] Aus Profitgier haben Stromhändler in der jüngsten Kälteperiode massiv und illegal auf Notreserven zugegriffen, statt reguläre Kraftwerke zu nutzen. […] Energieexperte Holger Krawinkel sagte: „Nicht der Atomausstieg gefährdet die Versorgungssicherheit sondern die Gier der Marktteilnehmer.“
    --> http://www.mz-web.de/servlet/ContentServer?pagename=ksta%2Fpage&…
     
  • Trotz Eiseskälte kein Blackout – dafür
    Stromexporte ins Atom-Land Frankreich

     
    www.contratom.de/…/10-monate-ohne-alte-akw-trotz-eiseskalte-kein-blackout/

    7. Februar 2012

    10 Monate ohne alte AKW: Trotz Eiseskälte kein Blackout

    Trotz der extremen Temperaturen bleibt das deutsche Stromnetz weiterhin stabil. Erneut ist das Horrorszenario “Blackout”, vor dem Atomlobbyisten wegen der Abschaltung der Atomkraftwerke immer wieder warnen, ausgeblieben. Im Gegenteil exportiert Deutschland weiter Strom – zum Beispiel in das Atom-Land Frankreich.

    Vor fast elf Monaten entschied sich die Bundesregierung kurz nach dem GAU in Fukushima für die Abschaltung der acht ältesten Atomkraftwerke in Deutschland. Vom Netz gingen damals nur sechs, denn Krümmel und Brunsbüttel standen seit 2007 reparaturbedingt still. Vor etwa sechs Monaten verankerte die Merkel-Regierung die Energiewende im Gesetz: bis 2022 sollen alle Meiler vom Netz.

    Es waren vor allem die Chefs der Energiekonzerne, die schon kurz nach der Zwangsabschaltung flächendeckende Stromausfälle in Aussicht stellten. Pfingsten zum Beispiel wurde ein Blackout in Aussicht gestellt. Oder im Dezember. Ohne Frankreichs Atommeiler drohe ein Stromausfall in Deutschland: “Im Winter werden wir uns nicht auf diese Helfer verlassen können”, warnte RWE-Chef Jürgen Großmann. Die Stabilität der Netze gerate in Gefahr, so Johannes Teyssen vom Eon-Konzern. Die Financial Times Deutschland warnte mit Januar vor Stromausfällen im Rhein-Main-Gebiet wegen der Abschaltung der zwei Blöcke des AKW Biblis und in Hamburg, dass nunmehr allein am AKW Brokdorf hänge.

    Nun ist trotz Rekord verdächtiger Kältegrade keine Stromengpässe in Sicht. Theoretisch könnte Deutschland sich an den meisten Tagen selbst versorgen. Doch es importiert auch Strom aus dem Ausland, weil dieser meist billiger ist als der aus alten deutschen Kohlekraftwerken.

    “Die Lage ist angespannt, aber nicht kritisch”, sagt eine Sprecherin des Netzbetreibers TenNet. Einmal, aber noch vor dem Kälteeinbruch, griff TenNet auf eine Kaltreserve in Österreich zurück. Schuld war ein Block des AKW Gundremmingen, der unplanmäßig vom Netz musste weil Brennstäbe defekt waren.

    Positiv auf die derzeitige Lage wirkten sich laut T-Net die vielen Photovoltaik-Anlagen im Süden der Republik aus. Laut der Energieagentur Saena aus Sachsen erzeugen die Sonnen- und vor allem Windenergieanlagen bundesweit aktuell etwa die zweifache Strommenge dessen, wie die Kapazität der acht abge- schalteten AKW betrug.

    Laut eines Papiers des Bundesumweltministeriums sind die erneuerbaren Energien ausdrücklich ohne Schuld an möglichen Stromausfällen. “Horror- szenarien, nach denen die Stromversorgung zusammenbricht und die Preise explodieren, sind unseriös”, so eine Sprecherin des Bundesumweltministeriums. Gerade mit Blick auf die extrem kalten Tage zeige sich, dass die erneuerbaren Energien Versorgungssicherheit schafften. Auch die Bundesnetzagentur attestiert Deutschland eine gesicherte Kraftwerksleistung. “Gerade die jetzigen Tage mit klirrender Kälte zeigen, dass die erneuerbaren Energien ihren Beitrag zur Versorgungssicherheit und Netzstabilität leisten”, sagte Umweltminister Röttgen heute den “Nürnberger Nachrichten”. “Wie bei der falschen Prognose höherer Strompreise hat sich auch die Prognose als falsch erwiesen, dass die Netze bei Kälte zusammenbrechen”.

    Insgesamt zeigt sich, so eine Studie der Bundestagsfraktion der Grünen, das etwa drei Viertel der stillgelegten Atomkraftwerke durch entsprechende Strom- mengen im Inland ausgeglichen worden seien, davon auch ein guter Teil aus erneuerbaren Energien.

    Und Deutschland exportiert sogar weiterhin Strom, besonders wenn der Wind stark ist. Laut der tägliche Übersicht des Verbandes der europäischen Übertra- gungsnetzbetreiber Enso ist Deutschland in diesen Tagen häufig Nettoexporteur von Strom. Während die Franzosen in diesen Tagen verstärkt zum Energiesparen angehalten werden, liefert Deutschland Strom dorthin. Unter dem Strich bleibt Deutschland ein Netto-Export von rund 6000 Gigawatt pro Jahr – trotz der acht abgeschalteten AKW. Zwar ist der Exportüberschuss nicht mehr so groß wie früher, nach Zahlen der AG Energiebilanzen exportierte Deutschland 2011 per saldo nur noch fünf Terawattstunden, 2010 waren es noch 17,7 Terawattstunden.

    Auch die befürchtete Preisexplosion blieb aus. Der Strompreis ist am Markt über das Jahr 2011 wieder gefallen und hat sogar das Preisniveau zum Zeitpunkt der Fukushima-Katastrophe unterboten. Für 2012 sagt Tobias Federico, Chef von Energy Brainpool Berlin ein weiteres Absinken der Strom-Rohpreise um bis zu zehn Prozent voraus.

    Trotz dieser Fakten lässt sich Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) zu einer langfristigen Prognose hinreissen: spätestens wenn 2015 mit Grafen- rheinfeld das nächste Atomkraftwerk abgeschaltet würde, sässe Bayern im Dunkeln. Sein Vorschlag: “Naturschutz darf nicht länger Vorrang haben”, denn ein Freund des deutschen Atomausstiegs war Zeil noch nie.

    Quellen (Auszug): sueddeutsche.de, mainpost.de, freiepresse.de, dpa, focus.de, spiegel.de, dpa; 07.02.2012

     

    HSE (Entega):
    erst E.ON- , dann EnBW- Anteile ? ? ? ? ?

     
    http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/hse-gruen-gegen-gruen-11646529.html

    11.02.2012

    HSE: Grün gegen Grün

    Soll die Stadt Darmstadt Aktien kaufen? Der Streit um die Rekom- munalisierung des Energiekonzerns HSE liest sich immer mehr wie ein Politkrimi.

    Von Rainer Hein, Darmstadt

    […]

    Es zählt: ein starker „strategischer Partner“

    Die Eskalation eines lange schon schwärenden Konflikts zwischen dem südhessischen Energieversorger HSE und der Stadt als Mehrheitsaktionärin, die 53 Prozent hält, hat Christine Scheel zwei Tage nach ihrem Amtsantritt ausgelöst: mit ihrer schroffen Absage an die Rekommunalisierungspläne der Stadt. Deren Holding Heag AG soll morgen darüber entscheiden, ob die zum Verkauf stehenden 40 Prozent an HSE-Aktien, die der Eon-Konzern hält, von Darmstadt erworben werden. Die Stadt will diese Aktien auf Dauer nicht behalten, sondern weiterveräußern, vornehmlich an interessierte Kommunen in der Region. Scheel, und die beiden anderen HSE-Vorstandsmitglieder Holger Mayer und Andreas Niedermaier wollen das aber nicht. Die zehn Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat und der Konzernbetriebsrat wollen das ebenso wenig. Sie setzen auf einen starken „strategischen Partner“. Der, sagen sie, solle dem Unternehmen dabei helfen, seine Position als Ökostromverkäufer auf dem nationalen Energiemarkt zu festigen und auszubauen.

    Dass am vergangenen Dienstag ein Autokorso von HSE-Beschäftigten rund um den Tagungsort der Stadtverordnetenversammlung stattfand, um in diesem Sinne Druck auf die Politik zu machen, ist dabei nicht das einzige Politikum. Jetzt hat sich auch herausgestellt, wer der von Scheel ins Spiel gebrachte, anonym gehaltene „strategische Partner“ ist: Offensichtlich ist es ENBW, jenes Energie- unternehmen, das Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Die Grünen) als Atomkonzern von der CDU-Vorgängerregierung geerbt hat (die F.A.S. berichtet).

    Kretschmann wehrt sich gegen „den Druck“ aus dem „Ländle“

    Genau betrachtet, sind es die grünen Wahlerfolge, die Jochen Partsch derzeit das Leben schwermachen – Darmstadt und der Oberbürgermeister geraten durch den Wechsel in der Atompolitik der Bundesregierung und den Wahlsieg der Grünen in Stuttgart in Strategiespiele hinein, an denen ganz andere Akteure beteiligt sind als die bisher bekannten aus Südhessen.

    Vieles deutet darauf hin, dass nicht nur Scheels Berufung auf den HSE-Vorstandsposten mit Hilfe von bekannten Grünen wie dem früheren Parlamentarischen Staatssekretär Rezzo Schlauch zustande kam. Und Partsch räumte vorgestern auch erstmals ein, dass schon auf dem Bundesparteitag der Grünen zum Atomausstieg im Juni 2011 Schlauch und der damals neue baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller Interesse bekundet hatten, über den Eon-Aktienverkauf mit der HSE ins Geschäft zu kommen. Diese „Kontaktanbahnung“ hat der Darmstädter Oberbürgermeister nach eigener Darstellung nicht weiter vertieft. Außer einem kurzen Telefonat mit Untersteller sei es zu keinen weiteren Gesprächen gekommen. Scheel und den HSE-Finanz- vorstand Mayer – der aus Baden-Württemberg stammt und dem nachgesagt wird, er duze sich mit Kretschmann – hat das allerdings nicht daran gehindert, schweres Geschütz aufzufahren, inklusive Mitarbeiterdemo und Betriebsver- sammlung.

    Es geht um einen dreistelligen Millionenbetrag

    Den üblichen Umgangsformen eines Unternehmens mit seinem Hauptaktionär entspricht solches Verhalten nicht – weshalb Partsch jetzt wieder sehr nach Schweinestall-Ausmisten ist. Vergangenes Jahr hatte er sich schon gegen Scheels Berufung gewandt, weil er den Eindruck grüner Vetternwirtschaft entgegentreten wollte. Jetzt wehrt er sich gegen „den Druck“, den die HSE ausübt und an dem anscheinend auch grüne Parteifreunde aus dem „Ländle“ beteiligt sind.

    Dass der HSE-Vorstand sich derart positioniert, wird seine Ursache wohl in der Terminlage haben: Die Stadt besitzt für die Eon-Aktien laut Konsortialvertrag ein Vorkaufsrecht. Dessen Frist wurde schon zweimal verlängert. Ließe Darmstadt die letzte Frist, die Mitte Februar endet, verstreichen, hätte Eon freie Hand. Aus der HSE-Zentrale ist zu hören, Eon habe nichts dagegen, an ENBW zu verkaufen, schon übernächste Woche wolle sich Scheel mit dem Eon-Vorstandsvorsitzenden Johannes Teyssen treffen.

    Scheel, Partsch, Kretschmann. Das sind drei Grüne, die sich im Moment nicht ganz grün sind. Die besseren Karten hat allerdings Darmstadts Oberbürger- meister. Am Willen des Mehrheitsaktionärs kommt weder ein Ministerpräsident vorbei noch ein HSE-Vorstand. Es sei denn, der Regierungspräsident würde das Darmstädter Finanzierungskonzept zum Aktienrückkauf in Frage stellen; es geht um einen dreistelligen Millionenbetrag. Mit einem Nein der Aufsichtsbehörde wäre die Rekommunalisierung perdu. Am Freitag hieß es, Scheel habe dieser Tage auch das Gespräch mit dem Regierungspräsidium gesucht.

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    (echo-online, 13.02.12)

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    (hr-online, 13.02.12)