Archiv für Januar 2012

Ökostrom von Entega wird teurer
Unsere Antwort: WECHSELN !

 
16. Januar 2012 | dpa

DARMSTADT. Ökostrom-Kunden des Energieversorgers Entega müssen bald etwa 60 Euro im Jahr mehr bezahlen. Tarife ohne Preisgarantie würden zum 1. März 2012 um durchschnittlich 7,3 Prozent teurer, teilte der HSE-Konzern am Montag in Darmstadt mit. Die zu erwartenden Mehrkosten sind für einen Jahresverbrauch von 3000 Kilowattstunden berechnet.
Betroffen seien etwa zwei Drittel der Kunden. Die Erhöhung gehe zum großen Teil auf Änderungen bei den Kosten der Stromnetze zurück. Entega beliefere Haushalte bundesweit, aber mit Schwerpunkt Südhessen und Mainz. Über die Anzahl der Kunden wurde aus Wettbewerbssicht keine Angaben gemacht.
Als Alternative bietet Entega einen neuen Ökostromtarif mit einer Preisstabilität von einem Jahr an. In diesem Fall werde der Strom um fünf Prozent teurer.
Erst vor wenigen Tagen hatte auch der Frankfurter Energieversorger Mainova Erhöhungen der Strom- und Gaspreise angekündigt und dies mit höheren staatliche Abgaben und höheren Beschaffungskosten begründet.

(www.echo-online.de/…/Oekostrom-von-Entega-wird-teurer;art1155,2526647)
 
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Außerdem steckt in Entega immer noch 40% E.ON:
 

 

Zeit also zu wechseln! – Aber dann gleich richtig!
 
Folgende 4 echte Ökostromanbieter empfiehlt Robin Wood:

(Preisvergleich mit Entega noch ohne die März-Erhöhung!)
 

 
Direkte Links zu den einzelnen Verträgen der Anbieter und viele weitere Infos haben wir zusammengestellt unter:

atomkraftendedarmstadt.blogsport.de/atomausstieg-selber-machen
 
 

Strompreis seit einer guten Woche
unter dem Niveau von vor Fukushima !

 
http://www.foes.de/pdf/2012-01-11_PM_Atomausstieg_und_Strompreis.pdf
 
FORUM ÖKOLOGISCH-SOZIALE MARKTWIRTSCHAFT

Pressemitteilung vom 11.1.2012
 

Forderungen der Industrie nach weiteren Entlas-

tungen unberechtigt
 
Seitdem Kanzlerin Merkel im März 2011 das Atom-Moratorium ausgerufen hat, nutzt die Industrie die Gelegenheit, vor steigenden Strompreisen zu warnen und Entlastungen bei den Stromkosten einzufordern. Bislang genauso erfolgreich wie unberechtigt. Seit einer guten Woche liegt der Strompreis an der Börse unter dem Niveau von vor Fukushima. Dennoch fordern die Spitzen der Regierungsfraktionen gemeinsam mit der Industrie, die Ausnahme- regelungen für die stromintensive Industrie im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) noch weiter auszuweiten.

„Angesichts stabiler Strompreise beim Großhandel ist eine weitere Entlastung der Industrie bei der EEG-Umlage völlig unberechtigt“, so FÖS-Vorstand Uwe Nestle. „Diese würde die Großverbraucher von der Pflicht entbinden, ihren ange- messenen Anteil am Umbau der Stromversorgung zu leisten und diesen Anteil stattdessen auf die anderen Stromverbraucher abwälzen.“ Schon die mit dem Energiepaket im Sommer beschlossenen Vergünstigungen für die Industrie bei der EEG-Umlage und den Netzkosten führen zu zusätz- lichen Kosten für Privathaushalte, kleine und mittelständische Unter- nehmen (KMU) und die öffentlichen Haushalte. Schon sie waren an- gesichts stabiler Strompreise unberechtigt und bringen die Energie- wende in Misskredit.

Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass die Rücknahme der Laufzeit- verlängerung und der Entzug der Genehmigung zur Stromproduktion für acht Atomkraftwerke keinen erkennbaren Einfluss auf den Großhandelsstrompreis hatte. Im Gegenteil: seit einer guten Woche liegt er unter dem Niveau, das vor dem Atom-Moratorium herrschte.

Beim Spotpreis für Baseload-Strom an der Börse lassen sich seit Fukushima keinerlei Preissteigerungen erkennen, die über das übliche Rauschen hinaus- gehen. Bei den Terminpreisen für Strom, der in den Jahren 2012 und 2013 geliefert werden soll, sind in den Wochen nach dem Atomunglück zwar leichte Preissteigerungen erkennbar. Auch diese sind aber mit den allgemeinen kurz- und mittelfristigen Schwankungen vergleichbar.

Schon im Oktober und November 2011 wurde das Vor-Fukushima-Niveau wieder erreicht, aktuell liegt der Preis leicht darunter. Tatsächlich lagen die Börsenpreise für Strom in den Jahren 2006 und 2008 (Spotmarkt) bzw. 2008 und 2009 (Terminmarkt) teils deutlich höher als nach der Atomwende der Bundesregierung (siehe Abbildung 1). Das ist auch vor dem Hintergrund bemerkenswert, dass seit Anfang 2011 eine Kernbrennstoff- steuer erhoben wird, die primär die Gewinne der Stromversorgungsunternehmen hat schrumpfen lassen, aber nicht an die Verbraucher weitergereicht wurden. „Offensichtlich sind andere Rahmenbedingungen für die Höhe des Strompreises wichtiger als der Anteil der Atomenergie oder dessen Änderung durch die Politik“ konstatiert Nestle.

Darüber hinaus sind weitere neue Subventionen für die stromintensive Industrie vorgesehen, die aus dem Energie- und Klimafonds finanziert werden sollen. Dieser war ursprünglich eingerichtet worden, um den Klima- schutz in Deutschland voran zu bringen. Nun sollen mit den ohnehin sehr knappen Mitteln des Fonds die Unternehmen mit dem größten Stromverbrauch und den damit einhergehenden großen Umwelt- und Klimaschäden unterstützt werden. Auch diese Subvention ist weder sinnvoll noch berechtigt.
 

Abb. 1: Entwicklung des Strompreises (Baseload) am Terminmarkt für Strom- lieferungen in den Jahren 2012 und 2013 zwischen 2007 und 6. Januar 2012. (Quelle: Nestle, 2012)

 

Statistik widerlegt Atomlobby !

 
--> Deutschland exportiert weiterhin Strom

--> Preise auf dem Strommarkt haben sich nicht erhöht

--> Klimaziele nicht gefährdet

 
http://www.taz.de/Deutschland-exportiert-weiterhin-Strom-/!84270/
 
Trotz des Atomausstiegs bleibt Deutschland ein Strom- exporteur. Und am Strommarkt sind die Preise nicht höher als vor der Katastrophe in Fukushima.

von Bernward Janzing
 
FREIBURG taz | Deutschland hat auch im Jahr 2011 mehr Strom exportiert als importiert – trotz der Abschaltung von acht Atomkraftwerken. Diese Bilanz ergibt sich anhand der Netzdaten, die der Verband Europäischer Übertragungsnetzbetreiber (Entsoe) regelmäßig veröffentlicht. Demnach wird der deutsche Exportüberschuss im Jahr 2011 voraussichtlich rund sechs Milliarden Kilowattstunden betragen.

Vor allem nach Österreich und in die Schweiz hat Deutschland in den letzten zwölf Monaten viel Strom exportiert, an dritter Stelle folgten die Niederlande.

Zwar trugen zu dem Exportüberschuss in der Jahresbilanz auch noch die inzwischen abgeschalteten Reaktoren bei, da diese in den ersten drei Monaten zumindest zeitweise noch am Netz waren.

Das ändert aber an der grundsätzlichen Sachlage nichts: Auch wenn man das zweite Halbjahr 2011 alleine betrachtet, ergibt sich für Deutschland mit seinen neun verbliebenen Atomreaktoren ein Exportüberschuss. Kritiker des Ausstiegs hatten immer wieder den Eindruck zu erwecken versucht, Deutschland werde durch die Entscheidung in der Jahresbilanz zum Stromimporteur werden.

Und das ist nicht die einzige Aussage der Atomlobby, die inzwischen durch die Fakten als unzutreffend entlarvt wurde. Auch Warnungen, der Atomausstieg werde zu höheren Strompreisen führen, weil Strom knapp werde, erweisen sich längst als nichtig.

Die Strombörse EEX spricht da eine umissverständliche Sprache: Wenn Händler an den Terminmärkten aktuell Strom für die Jahre 2012 bis 2014 einkaufen, bezahlen sie für die Kilowattstunde zwischen 5,2 und 5,4 Cent – zeitweise weniger als vor Fukushima.

Da die Strombörse, wie jede andere Börse auch, unter anderem von Stimmungen getrieben wird, waren die Preise an der EEX direkt nach dem Ausstiegsbeschluss tatsächlich leicht angestiegen. Doch schon bald bröckelten die Notierungen wieder, als sich am Markt die Erkenntnis durchsetzte, dass auch mit Abschaltung von acht Atomkraftwerken am deutschen Strommarkt kein Mangel absehbar ist.

Gestützt wird diese Einschätzung der Marktakteure durch den Ausbau der erneuerbaren Energien. Deren Anteil am deutschen Strommix ist im Jahr 2011 auf rund 20 Prozent (nach rund 16,5 Prozent im Vorjahr) angestiegen.
 
Klimaziele nicht gefährdet

Windkraft, Sonne und Bioenergie legten spürbar zu; die Gesamtmenge an Ökostrom stieg gegenüber dem Vorjahr um rund 18 Milliarden Kilowattstunden. Da zugleich die Erzeugung von Atomstrom um etwa 32 Milliarden Kilowattstunden zurück ging (von 140 Milliarden Kilowattstunden im Jahr 2010 auf nunmehr etwa 108 Milliarden) blieb eine Lücke von 14 Milliarden Kilowattstunden zu füllen.

Diese wurde fast komplett durch einen Rückgang des Exportüberschusses um zwölf Milliarden Kilowattstunden geschlossen. Die Erzeugung von Strom aus Kohle stieg nur von 263 auf 265 Milliarden Kilowattstunden – womit sich Warnungen, Deutschland müsse mit dem Atomausstieg seine Klimaziele begraben, als Makulatur erweisen.

Ohnehin sind Befürchtungen, der Atomausstieg führe zu starker Zunahme der CO2-Emissionen, durch die Märkte widerlegt: Zwar stiegen die Preise für CO2 im europäischen Emissionshandel unmittelbar nach Fukushima leicht an, doch zwischenzeitlich kostet eine Tonne Kohlendioxid mit sieben Euro nur noch halb so viel wie zu Jahresbeginn.