Archiv für Dezember 2011

atomkraftENDE.darmstadt * 2 0 1 1 *

 

  • 16.01.2011
    Neujahrsspaziergang in Biblis

  • 20.02.2011
    Sonntagsspaziergang in Biblis

  • 14.03.2011
    1. Mahnwache zu Fukushima (>1.500)

  • 19.03.2011
    Info-Stand zu Fukushima und Sonntags-Demo

  • 20.03.2011
    Sonntags-Demo in Biblis (ca. 3.000)

  • 21.03.2011
    2. Mahnwache zu Fukushima (>700)

  • 23.03.2011
    Info-Abend in der TUD zu den Ereignissen in Japan (Pistner/Ökoinstitut + Dieter)

  • 28.03.2011
    3. Mahnwache zu Fukushima (>250)

  • 02.04.2011
    Info-Stand auf dem Nachtflohmarkt (Karolinenplatz)

  • 04.04.2011
    4. Mahnwache zu Fukushima (ca. 250)

  • 09.04.2011
    Info-Stand zum Tschernobyl-Aktionstag

  • 11.04.2011
    5. Mahnwache zu Fukushima (ca. 200)

  • 16.04.2011
    Info-Stand zum Tschernobyl-Aktionstag

  • 18.04.2011
    6. Mahnwache zu Fukushima (ca. 200)

  • 18.04.2011
    Filmabend zum Tschernobyl-Aktionstag („Todeszone – SuperGau in Biblis“)

  • 23.04.2011
    Info-Stand zum Tschernobyl-Aktionstag

  • 25.04.2011
    Sternmarsch auf Biblis + Aktionskundgebung zum 25. Tschernobyl-Jahrestag
    (>15.000)

  • 09.05.2011
    7. Mahnwache zu Fukushima

  • 15.05.2011
    Sonntagsspaziergang in Biblis

  • 19.05.2011
    Diskussions-Veranstaltung mit Dörte Siedentopf und Michael Kibler

  • 28.05.2011
    atomkraftENDE.darmstadt bei Frankfurt-Demo [eine von 21 Städten] (>8.000)

  • 14.06.2011
    8. Mahnwache zu Fukushima – 1 Tag vor Moratoriums-Ende

  • 19.06.2011
    Sonntags-Demo in Biblis (ca. 200)

  • 17.07.2011
    Sonntagsspaziergang in Biblis

  • 06.08.2011
    Info-Stand zur Neckarwestheim-Demo

  • 13.08.2011
    atomkraftENDE.darmstadt bei der Demo zum AKW Neckarwestheim II (600)

  • 21.08.2011
    LETZTER Sonntagsspaziergang in Biblis! (31.08. --> Biblis bleibt endgültig aus!)

  • 12.09.2011
    9. Mahnwache zu ½ Jahr Fukushima

  • 15.09.2011
    Info-Abend in der TUD zu ½ Jahr Fukushima (Schmidt / Ökoinstitut)

  • 24.09.2011
    Regional-Vernetzungs-Treffen (im Falkenheim / DA-Arheilgen)

  • 29.10.2011
    CASTOR-Strecken-Aktionstag in Darmstadt (>100)

  • 25.11.2011
    Mahnwache gegen CASTOR-Transport nach Gorleben [inkl. Zwangsstopp] (>200)

  • 01.12.2011
    Protestkundgebung vor JVA Preungesheim/F für inhaftierte CASTOR-BlockiererIn

     
     
    2 Jahre atomkraftENDE.darmstadt:
     
    --> Aktionen/Veranstaltungen 2009 bis 2011 (pdf)
     
     

  • Anti-Atom-Proteste:
    Bundesverdienstkreuz für Castor-Gegner!

     
    http://www.sueddeutsche.de/politik/anti-atom-proteste-bundesverdienstkreuz-fuer-die-castor-gegner-1.1218511

    25.11.2011
    Ein Kommentar von Thorsten Denkler

     

    Der Atomausstieg ist beschlossene Sache, so wollen es Opposition und Regierung. Warum also noch gegen Castor-Transporte demonstrieren?
    Ganz einfach: Weil es notwendig ist. Wer die Demos für anachronistisch hält, der unterschätzt die Wendigkeit der Politik.

    Vielleicht ist es an dieser Stelle einmal angebracht, danke zu sagen. Der Dank gebührt den Zigtausenden Demonstranten, die bald in der dritten Generation gegen Atomkraft auf die Straßen und Felder gehen. Sie lassen sich mit Tränengas besprühen oder von Wasserwerfern ummähen, werden von Polizeiknüppeln grün und blau geschlagen und harren auch bei Sturm, Frost und Regen aus – um letztlich doch zusehen zu müssen, wie die Castoren im Zwischenlager Gorleben ankommen.

    Es lässt sich viel gegen diese Demonstrationen sagen. Dass sie anachronistisch seien, weil der Atomausstieg ja jetzt in einem großen Konsens beschlossen sei. Schließlich muss der Atommüll ja nun irgendwo hin und im Moment gibt es zumindest noch keinen besseren Ort.

    Alles richtig. Aber geht es darum? Nein. Was die Atomgegner jetzt wieder ins Wendland ziehen lässt, ist ihr tiefes Misstrauen gegenüber der politischen Klasse.

    Schon einmal war ein Atomausstieg beschlossene Sache. Rot-Grün hatte ihn durchgesetzt. Damals hieß der Umweltminister Jürgen Trittin. Er forderte die Castor-Demonstranten auf, endlich Ruhe zu geben. Schließlich sei der Ausstieg unumkehrbar. Doch das war er nicht.

    Trittin hätte auch damals besser mitdemonstriert. Auch ihm hätte klar sein müssen, dass trotz des Ausstiegsbeschlusses der gesellschaftliche Druck nicht nachlassen darf.

    Das mussten alle zur Kenntnis nehmen, als vor gut einem Jahr die schwarz-gelbe Bundesregierung die Laufzeiten der Atomkraftwerke kurzerhand verlängerte.

    Dass dann der Super-GAU von Fukushima-1 Kanzlerin Angela Merkel zur Umkehr bewegt hat, war nicht etwa ihrer angeblich neuen Erkenntnis geschuldet, dass Atomkraft gefährlich sein kann. Merkel ist Physikerin. Mit dem Argument beleidigt sie ihre eigene Intelligenz.

     

    Nicht locker lassen!

     

    Nein, der Ausstieg II war nur möglich, weil die gesellschaftliche Mehrheit klar gegen Atomkraft ist. Daran hat die Beharrlichkeit der Anti-Atom-Bewegung einen gehörigen Anteil. Dass eine schwarz-gelbe Bundesregierung sich genötigt sieht, die Kernkraft aufzugeben, ist ein Erfolg der Bewegung.

     

    Es ist mittlerweile die dritte Generation, die gegen Atomkraft im Allgemeinen und die Castor-Transporte im Besonderen demonstriert. (© dpa)
     

    Es ist übrigens ein Erfolg, von dem auch all die Sessel- und Sofa-Demonstranten profitieren, die zwar gegen Atomkraft sind, aber sich die Proteste lieber im Fernsehen anschauen.

    Glaube bitte keiner, die Atomlobby würde jetzt stillhalten. Noch ist der Ausstieg nicht vollzogen. Laut Gesetz laufen die Meiler noch bis zum Jahr 2022. Dies lässt genug Zeit, auch diesen Ausstieg wieder rückgängig zu machen oder zumindest auszuhöhlen. So richtig engagiert scheint Merkels Regierung derzeit nicht zu sein, den Ausbau der erneuerbaren Energien und den der Netze voranzubringen.

    Ohne diesen Ausbau wird die Energieversorgung in Deutschland irgendwann zu einer wackeligen Angelegenheit. Und plötzlich könnte die Atomkraft wieder en vogue sein. Ein Schelm, wer dahinter einen perfiden Plan der Atomlobby vermutet.

    Darum sind die Demonstrationen richtig und wichtig. Nicht die Politik, sondern der Protest hat das Land verändert. Hätte Japan so eine Bewegung gehabt, es wäre vielleicht nie zum GAU von Fukushima gekommen. Es wäre schön, wenn die Grünen das nicht wieder wie einst Jürgen Trittin und jetzt Winfried Kretschmann vergessen, wenn sie demnächst im Bund wieder mitregieren sollten.

    Die Atomgegner haben sich in einem ganz klassischen Sinne um das Wohl des Landes verdient gemacht. Dafür gebührt jedem Teilnehmer der Bewegung das Bundesverdienstkreuz. Mindestens!

     

     

    Gorleben – Die Lügen und Tricksereien

     
    antiatomeuskirchen.blogsport.de/2011/11/19/gorleben-die-lügen-und-tricksereien
     
    Strahlenalarm in Gorleben:
     
    Ursprünglich sollte der Castor 2011 schon Anfang November nach Gorleben rollen. Doch die Strahlenwerte um das Zwischenlager herum waren zu hoch. Nach diversen Überlegungen kam man zu der „Erkenntnis“, dass als „natürliche Umgebungsstrahlung“ ein höherer Wert eingesetzt werden müsse! Dadurch liegen die aktuellen Werte wieder knapp unter dem Limit. Das Problem war „gelöst“. Der Castor 2011 wurde genehmigt . . .
    (--> Gorleben: TÜV rechnet mit falschen Zahlen ; PTB betreibt Zahlenakrobatik)

    Strahlenalarm in Gorleben – Hintergründe (Video)

     
    Fakten:
     
    Der Salzstock in Gorleben wird wieder im 3-Schicht-Betrieb weiter ausgebaut.
    Bundeshaushaltsplan 2012:

    73 Millionen Euro für weitere „Erkundung“ (= Ausbau) in Gorleben.
    3 Millionen Euro für die Suche nach Alternativen zu Gorleben.

    (--> Das Endlager-Verwirrspiel der Bundesregierung)

     

    Panorama-Reportage:

    Atomklo Gorleben – Die Lüge vom sicheren Endlager (Video)

     

    CASTOR 2011 quält sich ins Ziel :
    Widerstand größer als jemals zu zuvor !

     
    http://www.taz.de/Castorzug-Richtung-Dannenberg-/!82688/
     
    28.11.2011

    Castorzug Richtung Dannenberg
     
    Die längste Reise
     
    Es ist ihr traditionelles Heimspiel. Atomkraftgegner haben den Castor- Transport auf den letzten Kilometern der Zugstrecke mit massiven Blockaden stundenlang aufgehalten.

    von Martin Kaul
     

    Besonders erfolgreich diesmal: die Bäuerliche Notgemeinschaft in Hitzacker.
    Bild: dapd

    HITZACKER taz | Mit zahlreichen Aktionen haben Atomkraftgegner den Castor- Transport nach Gorleben am Wochenende massiv verzögert. Der am Mittwoch in Frankreich gestartete Zug mit elf Behältern hochradioaktiven Atommülls hatte auch am Sonntagabend sein Ziel im niedersächsischen Gorleben noch nicht erreicht. Damit ist der diesjährige Castortransport bereits vor seinem Eintreffen mit über 100 Reisestunden der längste Castortransport in der deutschen Geschichte.

    Mit rund 23.000 Teilnehmern waren weniger Menschen bei der zentralen Großkundgebung am Samstag in Dannenberg als 2010. Gleichzeitig nahmen die Blockade- und Störaktionen im Vergleich zu den Vorjahren an Schärfe zu. Atomkraftgegner halten die diesjährigen Proteste daher für einen Erfolg. Die Sprecherin der Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg, Kerstin Rudek, sagte der taz: „Es war ein prächtigerer Protest, als wir es nach dem Rekord aus dem letzten Jahr erwartet hatten. Und wir waren schon sehr optimistisch.“

    In Harlingen besetzten am Samstag bis zu 4.000 Menschen über 17 Stunden friedlich ein Schienenstück. Nach Auflösung der Blockade nahm die Polizei vorübergehend bis zu 1.200 Personen in Gewahrsam. Bei Hitzacker hatten Bauern für eine 15-stündige Verzögerung gesorgt, nachdem sie ihre Arme in einer „Blockadepyramide“ in Stahlrohren durch extra gehärteten Beton aneinandergekettet hatten. In der Nähe von Lüneburg und in Vasdorf hatten sich weitere Aktivisten an die Gleise gekettet. Nahe des Zwischenlagers Gorleben hatten Hunderte am Sonntagmittag eine große Sitzblockade errichtet.

    Über das gesamte Wochenende hatten Unbekannte zuvor immer wieder teils massive Materialblockaden im gesamten Wendland errichtet. Auf zahlreichen Zufahrtsstraßen und Kreuzungen rund um Dannenberg kam es zu Blockaden mit Autos und Landmaschinen, aber auch zu Abschüttungen von Schotter, Erdmassen und Kartoffeln. Teils brannten Heuballen und Barrikaden. Mit ihren Protesten wollen die Atomkraftgegner den Preis für Atommülltransport und ungelöste Endlagerfrage in die Höhe treiben.

    Auch autonome Kleingruppen hatten wiederholt mit Zwillen, teils auch mit Steinen und Molotowcocktails Einsatzkräfte der Polizei attackiert und zahlreiche Barrikaden errichtet. Ein Sprecher der Polizei Lüneburg sagte der taz, es seine „eine besondere Situation, dass sich die heftigen Konfrontationen mit gewaltbereiten Kleingruppen in diesem Jahr über mehrere Tage hingezogen haben“.

    Die Polizei setzte mit Wasserwerfern, Schlagstöcken und Pfefferspray ebenfalls auf Härte. Zahlreiche Politiker kritisierten die Unverhältnismäßigkeit des Einsatzes.

    Auch Journalisten waren von Übergriffen und Behinderungen durch die Polizei betroffen. Einem akkreditierten japanischen Kamerateam wurde der Zugang zu einer Blockade verweigert. Ein Fotograf wurde von einem Beamten mit erhobenem Schlagstock verfolgt, getreten und mit Pfefferspray attackiert. Einem anderen Fotografen schlug ein Beamter mit dem Visier eines Polizeihelms ins Gesicht. Bei einem Fotografen der Bildagentur attenzione, der für die taz im Einsatz war, wurde die Schutzausrüstung beschlagnahmt, bei einem taz-Redakteur das Auto durchsucht.

    Selbst bei Routinekontrollen wurden die Personalien von Journalisten festgestellt. Journalistenverbände kritisierten die Behinderung.
     
    Mitarbeit: Sebastian Fischer, Teresa Havlicek, Reimar Paul

     
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  • CASTOR-Transport der Rekorde: Video
     
  • Chronik einer heiklen Reise: Der CASTOR 2011
     
  • Polizei-Gewalt im Wendland:

    --> Ein Bild sagt mehr als tausend Worte…

    --> Presse auf die Fresse – Polizei und Jounalisten im Wendland

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  • Der Castor-Transport ist am Ende, wir noch lange nicht!

    Pressemitteilung der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg


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