Archiv für November 2011

1.12. / 19:00 Uhr Protestkundgebung
für inhaftierte Castor-BlockiererIn

 
Anti-Atom-Aktivistin im Gefängnis
 
Frankfurt am Main:

Soli – Aktion mit inhaftierten CastorblockiererIn am 1.12.2011

Ort: Frauenknast in Frankfurt Preungesheim – Obere Kreuzäcker Str. 4

Datum: Donnerstag, den 1.12.2011 um 19:00 Uhr
 
Noch ist der aktuelle Castor nur wenige Stunden an seinem Ziel angekommen, da wird es notwendig Folgeaktionen anzugehen. Anlass ist die Inhaftierung der Castor-Blockiererinnen Franziska Wittig und Cecile Lecomte. Dabei war Cecile laut Castorticker-Information komplett isoliert.

Um es nochmals klar zu sagen, nicht der Widerstand und Protest gegen Castortransporte und Atompolitik sind kriminell, kriminell sind die Folgen der Atomnutzung für die Menschen in den Uran–Abbaugebieten und Zwischen- und Endlagerstätten, kriminell sind die Einschränkungen der BürgerInnenrechte im Wendland, kriminell ist die Diskriminierung friedlichen Widerstands.

Cecile Lecomte ist mittlerweile wieder freigelassen und von Freunden abgeholt worden.

Franziska Wittig, die sich im Rahmen einer früheren Castor–Blockade für 12 Stunden auf einem Gleisbett einbetonierte ist immernoch in Preungesheim inhaftiert. Sie wird auch erst Ende Dezember / Anfang Januar entlassen. Über Weihnachten ist sie definitiv noch im Knast.

Wir sollten daher zeitnah zu dem noch laufenden Castortransport unsere Solidarität mit Franziska Wittig am Ort ihrer Inhaftierung zeigen. Kommt zahlreich zu einer Protestkundgebung vor dem Frauenknast in Frankfurt Preungesheim – Obere Kreuzäcker Str. 4 in Frankfurt am Main. Vergesst nicht, es ist sicherlich “soulfood” wenn sie etwas von der Kundgebung/Mahnwache hören. Die Aktion ist Solidarität mit Franziska und zugleich Solidarität mit der Anti–AKW–Bewegung, den Castor-Demonstranten im Wendland und anderswo sowie mit den Opfern der Uranwirtschaft.

Die Aktion wird von uns angemeldet.
 
Franziska freut sich über Eure Solidarität:

http://knast.blogsport.de/unterstuetzung/
 

Presse auf die Fresse –
Polizei und Jounalisten im Wendland

 
http://www.taz.de/Polizei-und-Journalisten-im-Wendland/!82686/
 
28.11.2011

Die Polizei im Wendland ist nicht nur rabiat gegen Aktivisten vorgegangen. Auch Journalisten hat sie teils massiv an ihrer Arbeit gehindert. Davon wissen will aber niemand.
von Teresa Havlicek

HITZACKER taz | Entschuldigend reagiert die Polizeidirektion Lüneburg auf Berichte über Übergriffe und Behinderungen von Journalisten beim Castortransport. „Sollte es im Einsatzgeschehen für Journalisten zu unangenehmen Situationen gekommen sein, bedauern wir das“, sagte Sprecher Michael Oettel am Sonntag der taz.

Der taz sind gleich mehrere Vorfälle bekannt, bei denen Journalisten im Wendland durch Einsatzkräfte behindert, bedroht oder angegangen wurden. So berichtet etwa der Fotojournalist Timo Vogt, er sei am Samstag beim Versuch, hinter eine Polizeikette zu gelangen, zunächst von einem Polizisten geschubst und dann mit dem Visier des Helmes ins Gesicht gestoßen worden. Vogt trug eine Wunde samt Prellung davon. „Das war Absicht“, sagt er.

Ein taz-Journalist berichtet von Drohungen mit Knüppeln, Beleidigungen wie „Verpiss Dich, Du Arschloch“ und Lautsprecherdurchsagen, der Wasserwerfer werde auch auf „Vertreter der Presse“ schießen. Ein Fotoreporter der Nachrichtenagentur dapd fotografierte am Samstag, wie ein Polizist mit erhobenem Gummiknüppel in der Hand einen Fotografen verfolgte und trat. Sowohl Vogt als auch der betroffene taz-Journalist haben sich umgehend bei der Einsatzleitung vor Ort bzw. der Polizeipressestelle beschwert.

Dort weiß Sprecher Oettel dennoch nichts von den Vorwürfen. Ihm sei lediglich ein Fall bekannt – in dem sich im Nachhinein herausgestellt habe, dass ein Journalist nicht wie behauptet durch den Schlag eines Polizisten, sondern durch einen Sturz am Kopf verletzt worden sei. „Wir sind wirklich an einer guten Zusammenarbeit mit der Presse interessiert“, sagt er. Man habe das auch im Vorfeld „an die Einsatzkräfte zu transportiert.“ Einzelne „schwarze Schafe“ könne es dennoch geben.

Auch über die spezielle Presseakkreditierung für Journalisten habe man die eigenen Leute vorab informiert. Die Polizeidirektion Lüneburg hatte Journalisten im Vorfeld aufgerufen, sich zusätzlich zum regulären Presseausweis für den Castortransport unter Angabe persönlicher Daten bei der Polizei zu registrieren – damit sie „ohne weitergehende Überprüfungen als Medienvertreter erkannt werden.“ Und auch Oettel spricht von einem „Service, der die Arbeit eigentlich erleichtern sollte.“

Genutzt hat das weiße Schild an blauem Bändel allerdings nicht allen Journalisten. Einsatzkräfte sollen den Ausweis zum Teil nicht gekannt, zum Teil schlicht nicht berücksichtigt haben. Auch vor Übergriffen hat die Sonderakkreditierung offenkundig nicht alle geschützt. Der Bundesvorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV), Michael Konken, hatte bereits am Freitag eine freie Berichterstattung vom Castortransport gefordert. Journalisten hätten „einen Informationsauftrag, der insbesondere bei einem so wichtigen Ereignis nicht von der Polizei eingeschränkt werden darf.“

Kritisch äußerte sich der DJV auch über einen Vorfall, bei dem die Polizei bei Metzingen die Schutzausrüstung eines akkreditierten Fotojournalisten beschlagnahmt hatte. „Es ist völlig unverständlich und nicht hinnehmbar, wenn die Polizei von akkreditierten Journalisten Schutzbekleidung, Atem- oder Kopfschutz konfisziert und damit deren Gesundheit gefährdet anstatt sie zu schützen“, sagte Bernd Lammel, Vorsitzender des DJV-Landesverbandes Berlin, der taz. „Journalisten verdienen in einer solchen Situation die gleichberechtigte Schutzbedürftigkeit wie Sanitäter, Feuerwehrleute oder alle anderen Personen, die aus beruflichen Gründen vor Ort sein müssen.“

 
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  • Pressefreiheit: Castor-Einsatz mit Nachspiel
    --> http://www.taz.de/Pressefreiheit/!83037/
     

  • Polizeigewalt: Journalisten sollen sich melden (mit kurzem Filmbeitrag)
    --> http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/heide/castor1795.html

     

  • Ein Bild sagt mehr als tausend Worte . . .

     

    Knüppelnde Bullen im Wendland

     
     

  • Härter als die Polizei erlaubt: Gewalt gegen Castor-Gegner
     
  • Polizei zeigt völlig überzogene Härte
     
  • Fausthiebe in die Augen
     
  • Viele Verletzte beim Castor – vorläufige Bilanz der Sani-Zentrale
  • Die Sani-Zentrale muss ihre Zahlen korrigieren
    (Verletzte: 355 416 ; Schwerverletzte: 5 8 )

     
  • Rechtsbrüche und Gewalt bestimmen weiterhin den Polizeialltag rund um den Castortransport
     
  • Polizei räumte gewaltsam, Blockierer blieben gewaltfrei
     
  • . . .

     

  • DAS WENDLAND RUFT !

     
    http://www.youtube.com/watch?v=CW5VYToEfbM
     
    ES IST EIN LAND SO SCHÖN --
    DASS MAN DORT BLEIBEN MÖCHTE
    EIN LAND SO UNBERÜHRT, SO WEIT,
    DASS TRÄUMEND MAN DORT MITEINANDER WEILT.
    EIN LAND, VON WENDEN EINST BESUCHT,
    NAHM AUF DER AHNEN WEISEN SPRUCH
    „DES LEBENS GROSSE WUNDERKEIT
    IN EINTRACHT UND GEBORGENHEIT
    ZU HÜTEN ALS DEN GRÖSSTEN SCHATZ-
    DEN WEG ZU FINDEN, DORT ZU BLEIBEN,
    ZUR NOT MIT NÄCHTLICHEM BETREIBEN.
    DER SCHERGEN ÜBERMACHT ZU TROTZEN,
    MIT WITZ UND GEIST UND KRAFT ZU PROTZEN“.

    DIES LAND, VON MYTHEN HEUT UMWEHT-
    DIES LAND, DAS WÜTEND IN SICH BEBT.
    GANZ LAND, GANZ WALD --
    STEHT AUF; WENN DER HERBST SCHON ALT-
    DIES LAND DANN SCHOTTERND STEINE HEBT;
    DANN SCHIENEN BLOCKT UND STRASSEN ROCKT;
    DANN AUFBÄUMT; SINGT UND TANZT UND – WEINT
    UND DADURCH ALLE MENSCHEN EINT.
    VEREINT MIT REH UND HIRSCH UND KÄUTZCHENS RUF;
    MIT HUND UND SCHAF UND MIT PFERDES HUF.
    MIT RECHT DES SCHWÄCHERN, FREI VON GEWALT,
    MIT WISSEN ALTER WEGE ZU EINER KRAFT GEBALLT
    DIES LAND DANN ZIEHT, UM LAUT ZU VERKÜNDEN,
    DURCH MACHT ERZEUGTES UNRECHT, KANN NICHT „GUT“ SEIN,
    KANN NICHT VERSCHWINDEN -
    AUCH, WENN DES BAUERN KINDER SCHON 30. JAHR WEISE,
    UND NIEMAND MEHR KENNT DER REPUBLIK KREISE,
    UND FÜRSTEN UND CHEFS SICH REIBEN DIE HÄNDE,
    DA MÜDE ER SCHEINT UND ALT, DER WENDE.

    WENN IM NOVEMBER — KALT UND RAU -
    DIE TAGE SCHON KURZ UND DER HIMMEL GRAU
    UND SIE DEN EISENZUG SCHICKEN MIT SEINEN SOLDATEN
    DANN STEHT ER AUF, DIE ARBEIT KANN WARTEN.
    UND ALLE DIE HOFFEN, HALTEN TÜR UND TOR OFFEN,
    UND LADEN DICH EIN -
    MIT IHNEN ZU SEIN!

     

    Höllenzug (g)rollte durch Darmstadt – mal wieder . . .

     

     

  • Mahnwache Darmstadt/Kranichstein:
    Mehr als 200 Menschen demonstrierten am Freitagabend friedlich gegen CASTOR-Transporte und gegen den Weiterbetrieb sämtlicher Atomanlagen!

  • CASTOR wurde gestoppt:
    Aktivisten blockierten kurz hinter Kranichstein die Gleise und erreichten somit eine rund 30minütige Zwangspause!

     
    Presse-Echo:

    http://www.hr-online.de/website/suche/home/mediaplayer.jsp?mkey=43240616&xtmc=castor&xtcr=6

    http://www.echo-online.de/region/darmstadt/Mahnwache-in-Kranichstein-Immerhin-gibt-es-Stockbrot;art1231,2390202

    http://www.echo-online.de/region/darmstadt/Castor-Transport-durchquert-Hessen-in-der-Nacht;art1231,2390357

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